World Ranger Day - 31.07.2018

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World Ranger Day
Naturwacht informiert über Arbeit der Ranger weltweit


Potsdam – Ranger gibt es weltweit und seit 27 Jahren auch in Brandenburg. Alle haben die gemeinsame Aufgabe, Naturschätze zu bewahren und sich für eine intakte Umwelt einzusetzen. Ihre Anforderungen und Arbeitsbedingungen sind jedoch von Region zu Region sehr unterschiedlich. In manchen Ländern riskieren hauptamtliche Naturschützer sogar ihr Leben. Anlässlich des morgigen World Ranger Days am 31. Juli blicken Brandenburgs Naturwächter im Rahmen ihrer Führungen über den Tellerrand der heimischen Großschutzgebiete und informieren zur Arbeit ihres Berufsstandes weltweit.

In anderen Regionen der Erde kommen leider immer wieder Ranger im Einsatz ums Leben. Hauptsächlich, weil sie schlecht ausgerüstet sind und so Unfälle passieren. Vor allem aber die Meldungen über von Wilderern getöteten Ranger sorgen in deren weltweiter Gemeinschaft regelmäßig für große Betroffenheit.

Die International Ranger Federation (IRF) registrierte in den vergangenen zehn Jahren weltweit 871 Todesfälle. Ein Großteil der Opfer stammt aus Afrika (327) und Asien (410). Doch auch in Nord-, Mittel- und Südamerika (54, 10, 37) sowie Europa (26) starben Ranger im Dienst. Allein in den vergangenen zwölf Monaten gab es 107 Todesmeldungen an den IRF. Fast jeder zweite Ranger starb durch die Hand von Wilderern oder Aufständischen, andere durch zum Teil tragische Arbeitsunfälle.

Die Naturwacht Brandenburg nimmt den World Ranger Day zum Anlass, diesen Menschen zu gedenken und zeigt sich solidarisch mit den Hinterbliebenen. Die Brandenburger beteiligen sich zum wiederholten Male an den Aktionen der IRF zum Welttag der Ranger. In sechs Großschutzgebieten des Landes bieten sie besondere Führungen an und sammeln Spenden für die „Thin Green Line Foundation“. Diese Stiftung der IRF unterstützt mittellose Familien getöteter oder verunglückter Ranger weltweit. Zudem fördert sie deren Ausbildung und Ausrüstung in ärmeren Ländern.

Schätzungen der IRF zufolge engagieren sich zwischen 300.000 und 500.000 Ranger weltweit für einen nachhaltigen Naturschutz. Die 92 Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 27 Jahren in 15 Großschutzgebieten als Mittler zwischen Mensch und Natur. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – erfassen sie Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Zudem setzen sie zahlreiche Naturschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg. Die Ranger sind wichtige Ansprechpartner für Anwohner und Touristen in den Nationalen Naturlandschaften. Sie begleiten jährlich rund 10.000 Gäste auf mehr als 550 geführte Touren. Alle Führungen zum World Ranger Day unter: www.naturwacht.de
Quelle: Land Brandenburg
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