Start mit dem E-Scooter - Risiken nicht unterschätzen - 05.07.2019

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Start mit dem E-Scooter - Risiken nicht unterschätzen
DEKRA


Start mit dem E-Scooter: Risiken nicht unterschätzen
Vorsicht beim Start in die Welt der E-Scooter
Abflug über die Lenkstange

Nachdem der Gesetzgeber den Weg frei gemacht hat, kommen Elektro-Scooter nun auch
in Deutschland auf die Straßen. Für die einen haben die kleinen Flitzer einen hohen
Spaßfaktor, andere sehnen sie als perfektes Verkehrsmittel für die letzte Meile in verstopften
Innenstädten herbei. Die Risiken, mit den kleinrädrigen Rollern auf die Nase zu
fallen, dürfen allerdings nicht unterschätzt werden, warnen die Unfallforscher von DEKRA
mit Verweis auf eine aktuelle Studie aus Austin / Texas (USA). Danach zog sich jeder
dritte mit einem E-Scooter Verunglückte (33 Prozent) seine Verletzungen auf der ersten
Fahrt zu, knapp zwei Drittel der Betroffenen bei den ersten neun Fahrten.

„Stürzen Sie sich nach der Anschaffung nicht sofort ins dichte Verkehrsgetümmel, sondern
machen Sie sich zuerst in einem geschützten Bereich mit den Fahreigenschaften
des Rollers vertraut“, sagt Markus Egelhaaf, Unfallforscher bei DEKRA. „Man muss das
Roller-Fahren lernen, wie man auch das Fahrradfahren lernen muss. Erst die Übung
macht den Meister.“

Vor allem das Bremsen hat wegen der Kombination aus Mini-Rädern und hoher Lenkstange
seine Tücken. „Bremst der Fahrer bei flottem Tempo mit der Vorderradbremse zu
stark ab oder verlagert sein Gewicht beim Bremsen nicht genug nach hinten, droht dem
Fahrer ein Sturz kopfüber über die Lenkstange. Deshalb ist es wichtig, die richtige Gewichtsverlagerung
und den richtigen Einsatz der Bremsen zu üben.“ Vorsicht ist auch
geboten, wenn die Fahrbahn nasser, verunreinigt oder uneben ist. Auf solchem Untergrund
besteht mit den kleinen Rädern erhöhte Sturzgefahr.

Egelhaaf empfiehlt, zum Scooter-Fahren einen Fahrradhelm aufzusetzen, selbst wenn
dies für E-Scooter gesetzlich nicht vorgeschrieben ist. Der US-Studie zufolge zog sich
beim Unfall fast jeder zweite Fahrer (48 Prozent) Kopfverletzungen zu. „Dies zeigt, dass
E-Scooter-Fahrer mit Helm alles andere als ‚over-dressed‘ sind“, betont Egelhaaf.
Mit Einführung der neuen Fahrzeuggruppe sei vermehrt mit Unfällen zu rechnen, bis sich
die Verkehrsteilnehmer auf die neuen Flitzer eingestellt haben. Daher sei besonders in
der Anfangszeit erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit sowie gegenseitige Rücksichtnahme
bei allen Verkehrsteilnehmern gefragt. DEKRA Info
Quelle: DEKRA


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05.07.2019

DEKRA Automobil GmbH Strausberg
Am Flugplatz 11
15344 Strausberg
Tel.: 03341/41570




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