Bürgerinitiative sieht große Gefahr - 20.01.2020

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Bürgerinitiative sieht große Gefahr
durch Tesla-Ansiedlung


Die Bürgerinitiative zur Erhaltung des Straussee e.V. informiert:

DER STRAUSSEE DARF NICHT STERBEN - Bürgerinitiative sieht zusätzliche große Gefahr für den Straussee durch Tesla-Ansiedlung

Der Wasserverband Strausberg-Erkner erklärte u.a. in der Verbandsversammlung vom 27.11.2019: „Trinkwasser wird knapp“ und verkündete Einsparmaßnahmen, wie z.B. ein Verbot der Löschwasserentnahme durch die Kommunen und die Limitierung der Trinkwasserentnahme für Industrie und Gewerbe (vgl. Zeitschrift „Mittendrin/S5-Region Dezemberausgabe 2019).

Gleichzeitig verkündet der WSE, dass er die Trinkwasserversorgung der neunen Giga-Factory in Grünheide sicherstellen könne, vorbehaltlich der entsprechenden Genehmigungen durch das Land Brandenburg bzw. das Landesamt für Umwelt (LfU) als Obere Wasserbehörde des Landes Brandenburg.

Wo soll dieses Wasser vor dem Hintergrund immer knapper werdender Ressourcen herkommen?

Der Bedarf der Giga-Factory an Trinkwasser liegt gem. vorliegender Antragsunterlagen bei 372 m3/h = 3,259 Mio. m³ jährlich. Das entspricht der jährlichen Fördermenge des Wasserwerks Spitzmühle!

Die Trinkwasserförderung im WW Spitzmühle hat aktuell bereits einen nachgewiesenen negativen Einfluss auf den Pegel des Straussees (gem. Zwischenbericht der von der Stadt Strausberg beauftragten Gutachterfirma „BGD Ecosax/DHI“ , vorgestellt in der Sitzung des Ausschusses „Klima und Umwelt“ der SVV am 13.12.2019).

Demnach müsste eigentlich schon jetzt die Förderung in Spitzmühle für die Erhaltung des Straussees reduziert werden. Nunmehr droht sogar eine erhebliche Ausweitung der Fördermengen.

In seiner Pressemitteilung vom 16.01.2020 drängt der WSE das Land Berlin bzw. das LfU, dass ohne die entsprechenden Genehmigungen (für eine Mehrförderung) der WSE die Wasserversorgung der geplanten Giga-Factory gegenwärtig nicht sicherstellen könne.

Liegt es also nur an Genehmigungen?

Wo soll die Mehrförderung des Wassers für die Giga-Factory konkret herkommen?

Minister Steinbach hat dazu gem. MOZ v. 15.01.2020 folgendes geantwortet: „Für die erste Ausbaustufe sehen die Genehmigungsunterlagen die Nutzung von Wasser von den öffentlichen Wasserversorgern vor. Für die spätere Nutzung von Grundwasser wird es ein geologisches Gutachten geben.“

Also:
Erstmal kein Gutachten, sondern Wasser durch den WSE! Dieser kann bereits jetzt ohne Überschreitung der zulässigen Höchstfördermengen die Bevölkerung nicht mit ausreichend Trinkwasser versorgen.

Einfach den Hahn aufdrehen und Wasser marsch! Tesla macht’s möglich!

Keine Giga-Factory am Standort Grünheide, wenn nicht sichergestellt ist, dass der Wasserbedarf (auch nur teilweise) durch das WW Spitzmühle bereitgestellt wird! Das ist unsere Forderung!

DER STRAUSSEE DARF NICHT STERBEN!


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20.01.2020, Strausberg


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