Durch das alte Königreich SIAM - 18.01.2017
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Durch das alte Königreich SIAM
Dietmar Kuhl auf Tour
Im normalen Leben ist er eher unscheinbar, seit kurzen Rentner. Doch sein Hobby ist außergewöhnlich. Dietmar Kuhl aus Strausberg bezwingt gewaltige Gipfel, wo auch immer auf dieser Welt. In Peru, Nepal, Ecuador, den Alpen, oder in der Türkei da fühlt er sich wohl. Einige Wochen vor jeder Tour ist Konditionstraining angesagt. So einen Berg, der über 6.000 m !!! hoch ist, bezwingt man schließlich nicht aus dem Stand. In diesem Jahr hatte er sich eine Tour durch Thailand vorgenommen...

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Für Interessenten steht Dietmar Kuhl auch gern für einen Vortrag über seine Abenteuer als Bergsteiger zur Verfügung. Einfach eine Email an den Felsenbezwinger.

Goldener Buddha im Tempel Wat Traimit

Das alte Königreich Siam, von seinen Bewohnern stolz Prathet Thai - - das Land der Freien
genannt, 1949 in Thailand umbenannt, war dieses Mal mein Ziel. Auf dem Programm stand die Erkundung des historischen Bangkok, die Entdeckung Jahrtausend alter Kultur- und Naturschätze in Chiang Mai, Lamphun, das Weltkulturerbe Sukhothai, sowie die alte Hauptstadt Ayutthya. Wanderungen in verschiedenen Nationalparks, entlang der alten Gleisstraße am Hellfire Pass, die Brücke am Kwai, sowie Fahrradtouren im bergigen Norden waren auch noch vorgesehen.

Pünktlich auf die Minute landete der Airbus A380 von Thai Airways auf dem Flughafen in Bangkok, wo uns bereits Manorom erwartete, um uns die nächsten Wochen zu begleiten. Da es noch früh am Tag war, hatte Manorom für unsere Gruppe ein kleines Programm vorbereitet. Mit der U-Bahn gelangten wir ins historische Zentrum von Bangkok, weiter zu Fuß war unser Ziel Wat Traimit, Tempel des goldenen Buddha. Das Wat Traimit beherbergt den weltweit größten Buddha, welcher vor über 700 Jahren aus rund 83 Prozent Gold gegossen wurde. Der goldene Buddha beeindruckt mit einer Höhe von 3 Metern und einem Gewicht von 5,5 Tonnen, sein Wert wird auf 30 Millionen Dollar geschätzt Aus Angst vor Dieben hatten die Siamesen den Buddha mit Gips überzogen, 1955 wurde der Gipsmantel bei Bauarbeiten auf der Tempelanlage beschädigt und der aus Gold und in Vergessenheit geratene Buddha wurde entdeckt und ist nun für jedermann zu besichtigen.
Direkt neben der Tempelanlage beginnt der Stadtbezirk Yaowarat, wie ihn die Thai nennen, besser bekannt als Chinatown in Bangkok. Wir schlenderten durch die engen Gassen mit ihren vielen Geschäften und betrachteten die für uns ungewöhnlichen Auslagen wie getrocknete Schlangen, Seepferdchen oder Hirschgeweihe. Wir bestaunten auch die große Auswahl an pflanzlichen Heilmitteln, wie etwa Ginseng, riesige getrocknete Pilze und verschiedene heilende Teesorten, die wir selbst ausprobierten. Mit der Hochbahn und einer der vielen Personenfähren fuhren wir am nächsten Tag zu Bangkoks berühmtester Sehenswürdigkeit, dem einstigen Königspalast. Im Zentrum der weitläufigen Palastanlage befindet sich der 1782 erbaute Tempel Wat Phra Keo, Tempel des Smaragd Buddha. Der Tempel des Smaragd Buddha ist eine prachtvolle Tempelanlage unzähliger Buddhafiguren. Im Inneren befindet sich der Smaragd Buddha, Thailands Nationalheiligtum. Die Statue wurde aus einem einzigen Stück eines grünen Smaragds gemeißelt, und wird dreimal im Jahr dem Wetter entsprechend umgekleidet.
Im Königspalast kann derzeit die Bevölkerung Thailands vom verstorbenen König Abschied nehmen. Endlose Schlangen von Trauernden werden über einen separaten Eingang zum Sarg des Königs geleitet. Vor dem Königspalast kümmern sich Militär, Mönche und Hilfsorganisationen mit kostenlosem Essen, Wasser und kalten Tüchern um die, bis zu acht Stunden warteten Menschen.
Unser nächstes Ziel war der Tempel Wat Pho, Tempel des liegenden Buddha, den wir zu Fuß erreichten. Hauptanziehungspunkt im Tempel ist der 46 Meter lange und 15 Meter hohe, liegende Buddha. Die gigantische Statue mit faszinierenden Einlegearbeiten aus Perlmutt an den Sohlen ist aus Gips und Backsteinen gefertigt. Auf Grund der zahlreichen Blattgoldschichten erstrahlt der Buddha in hellem Gold. Die gewaltige Größe und die zahlreichen Touristen lassen mir kaum die Möglichkeit den Buddha komplett zu fotografieren. Im Vihara des liegenden Buddha stehen 108 Opferschalen. in welche man Münzen werfen kann. Diese Gabe soll Glück bringen und den Lebensunterhalt der Mönche finanzieren. Mit einer Fahrt durch die Khlongs von Bangkok, mit einem der vielen Longtailbooten, lassen wir den langen Tag ausklingen.
Zeitig am nächsten Morgen ging unser kurzer Flug nach Chiang Mai, der wichtigsten Stadt Nordthailands. In Chiang Mai angekommen, warteten bereits die für uns bereitgestellten Mountainbikes auf uns. Nach einer kurzen Mahlzeit entdeckten wir den bergigen Norden rund um die alte Hauptstadt des Lanna Königreichs. Die Fahrradtour führte uns an vielen Reisfeldern, kleinen Dörfern mit freundlich winkenden Menschen, Flüssen und alten Tempelanlagen vorbei. Immer wieder unterbrochen von kurzen Fotopausen ging es zurück nach Chiang Mai. Abends erwartete uns noch der berühmte Nachtmarkt von Chiang Mai mit seinen unendlich vielen Souvenirs, Musikern und den Köstlichkeiten der thailändischen Küche.
Etwas außerhalb von Chiang Mai auf dem Berg Doi Suthep besuchten wir am nächsten Tag das bekannteste Bauwerk der Stadt, den Tempel Wat Doi Suthep. Über die langgezogene Naga-Treppe, die rechts und links mit einer Schlange verziert ist, erreichten wir im Tempel die Statue des Einsiedlers Wasuthep und dem weißen Elefanten. Höhepunkte im Tempel sind der goldene Turm, die goldene Chedi und der herrliche Ausblick auf Chiang Mai. Nach Ende der Besichtigung erwartete uns bereits ein Guide des Nationalparks Doi Suthep Pui. Nach einer kurzen Erklärung über den Nationalpark durch den Guide, wanderten wir für den Rest des Tages durch die üppige Vegetation der Wälder und an den zahlreichen wunderschönen Wasserfällen vorbei. Der Nationalpark erstreckt sich über ein Gebiet von 261 Quadratkilometern, Die Berge erreichen eine Höhe von 1685 Meter und rund 300 Vogelarten gibt es hier zu entdecken. Den Abschluss dieser wunderschönen Tour bildete dann der imposante Wasserfall Mon Tha Tha.
Nächstes großes Ziel war die Stadt Sukhothai, dessen Name Dämmerung des Glücks bedeutet. Auf dem Weg dorthin machten wir am Tempel Wat Phra That Haripunchai Halt. Im Zentrum des Putthawat steht eine 46 Meter hohe Chedi, an deren vier Ecken sich Zeremonien-Schirme befinden.
Die Spitze der Chedi krönt ein neunstufiger Schirm, der aus 68 Kilogramm Gold besteht. Den nächsten Halt machten wir im Thai Elephant Conservation Center nahe Lampang. Das Zentrum hat sich den Schutz der Elefanten Thailands zum Ziel gesetzt Zum Center, welches 1993 gegründet wurde, gehört ein Elefantenhospital, eine mobile Elefantenklinik, Elefantentrainer und ein wissenschaftliches Forschungsinstitut Leider konnten wir das Elefantenhospital nicht besichtigen und mussten uns mit einer Elefantenshow zufrieden geben. Am Tag darauf fuhren wir zum historischen Park in Alt Sukhothal. Um den Park und die nähere Umgebung zu erkunden, liehen wir uns Fahrräder aus, machten mit diesen eine kurze Probefahrt und stellten uns auf den sehr schlechten Zustand ein. Der historische Park; zugleich UNESCO Weltkulturerbe, ist ein weitläufiges Gelände auf welchem buddhistische Tempel und hinduistische Schreine zu sehen sind.

Innerhalb der ehemaligen Stadtmauern befinden sich 16 Tempel, 4 Schreine zahlreiche Zierteiche und machen Alt Sukhothal zu etwas ganz Besonderem und seinen Aufenthalt unvergesslich. Nach einem kurzen Mittagessen setzten wir unsere Besichtigungsfahrt außerhalb der alten Stadtmauern fort. Hier bestaunten wir unter anderem den 15 Meter hohen Big Buddha im Wat Sri Chum, den man nur mit Hilfe eines Weitwinkel-Objektives in seiner vollen Größe fotografieren kann. Ein kleines Kulturprogramm am Abend in unserem Hotel bildete den Abschluss dieses schönen Tages.
Auf dem Weg nach Uthai Thani besuchten wir die alte Sukhoffial-Festungsstadt Kamphaeng Phet, deren Mauern so hart wie Diamanten sein sollen. In Uthai Thani angekommen, erforschten wir die riesige Tempelanlage Wat Thasung. Ein Tempel ist im Innenbereich an Wänden, Säulen und Decken komplett mit Glas und Spiegeln ausgekleidet, was den Raum optisch verdreifacht In einem mit tausenden von kleinen Spiegeln überzogenen Sarkophag liegt die mumifizierte Leiche eines ehemaligen Oberhauptes. Immer noch beeindruckt von der Schönheit dieses Tempels machten wir auf einer alten Reisbarke eine gemütliche Fahrt auf dem Sakraekrang Fluss.
Weiter ging es zum Khao Yai Nationalpark, dem größten und ältesten Nationalpark von Thailand. Von einem Guide begleitet, wanderten wir durch den dichten Urwald über weite offene Flächen an Seen vorbei, zu einem großen Aussichtsturm zur Wildbeobachtung. Am späten Nachmittag beobachteten wir noch eine große Elefantenherde, die ihr Revier wechselte. Wir übernachteten im Nationalpark und frühstückten in freier Natur, umzingelt von zahlreichen Affen, die es auf unsere Nahrungsmittel abgesehen hatten. Nach dem Frühstück machten wir im Nationalpark noch eine kleine Wanderung zum Haew Narrok Wasserfall, einem der schönsten im Park.
Weiter ging es in Richtung Ayutthaya. Wir machten Halt an der Palastanlage Bang Pa-In, die schon den Ayutthaya Königen als Sommerresidenz diente und als schönster Palast des Königreichs gilt. Auf einem der vielen Longtailbooten fuhren wir weiter nach Ayutthaya, um am Nachmittag die eindrucksvollen Ruinen der Tempelanlage Wat Mahathat zu besichtigen. Zu bestaunen ist in der Tempelanlage unter anderem ein uralter Banyan Tree, dem man sich nur ein paar Meter nähern darf, denn dieser Baum ist heilig und in seinem Wurzelwerk ist ein Buddha-Antlitz zu erblicken.
Unser nächstes Ziel war die Brücke am Kwai die Kriegsgefangene aus Großbritannien, Australien, den Niederlanden und Zwangsarbeiter unter unmenschlichen Bedingungen und mit dem Verlust hunderter Menschenleben im 2. Weltkrieg errichteten. Wir besichtigten das riesige Bauwerk und fuhren anschließend mit dem Zug auf der historischen Bahnstrecke nach Nam Tok Am nächsten Morgen ging es zum Hellfire-Pass-Museum, das mit Hilfe von Spenden eines ehemaligen australischen Kriegsgefangenen errichtet wurde. Das Museum ist eine Gedenkstätte für die nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 40.000 - 90.000 Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern, die bei dem Bau der Todeseisenbahn ums Leben gekommen sind. Nach der Besichtigung des Museums wanderten wir dann auf der alten Gleisstraße zum Hellfire Pass. Hier hatten die Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter mit Hacken, Hammer und bloßen Händen eine 500 Meter lange und 26 Meter tiefe Strecke aus dem Gestein gehauen. Durch dichten Bambusdschungel wanderten wir entlang der Gleistraße weiter bis zum River Kwai, um von dort aus mit einem der typischen Boote der Einheimischen zu unserer Unterkunft zurückzufahren. Am späten Nachmittag besuchten wir noch ein Elefantencamp und hatten riesigen Spaß beim gemeinsamen Baden mit den Dickhäutern.
Auf den Weg nach Pranburi stand noch der Besuch des schwimmenden Marktes von Damnoen Saduak an. Hier werden landwirtschaftliche Produkte, wie Obst und Gemüse aber auch Fisch und Fleisch angeboten. Besonderen Reiz haben auch die vielen schwimmenden Garküchen, auf denen für Einheimische und Touristen wunderbar gekocht und gebraten wird. In Pranburi ging es zum Nationalpark Khao Sam Yot. Dort wanderten wir zur Tham Praya Nakhon Höhle. Im Zentrum der Höhle steht auf einem Hügel ein zierlicher Pavillon in Hellblau mit rosaroten Spitzenvorhängen. Der Anblick ist einfach umwerfend. Das magische an der Höhle ist das Licht, das nur von oben durch eine große Schacht-Öffnung kommt.
Das war leider unser letztes schönes Erlebnis in Thailand und nach einem langen Flug kamen wir wieder gesund und munter in Deutschland an.


Wann: 18.01.2017 - Uhr
Veranstalter: Dietmar Kuhl
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