Dennis Panser (AfD) - 17.01.2026

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Dennis Panser (AfD)
Fragen und Antworten

Bild:© Andreas Prinz


1. Welches ist Ihr Lieblingsplatz in Strausberg?
Der Lindenplatz, ganz besonders das kleine Fachwerkhaus an der Ecke Schulstraße. Es verkörpert für mich puren Strausberg-Charme: authentisch, alt, mit diesem typischen Fachwerk, das Geschichten aus Jahrhunderten erzählt. Der Platz gehört zu den ältesten Teilen der Altstadt – schon im Mittelalter gab es hier Handel und Siedlung. Ich gehe gerne dorthin, setze mich in die Nähe, beobachte die Menschen und genieße die ruhige, heimelige Atmosphäre. Kein überlaufener Touristenort, sondern ein echter Geheimtipp, der zeigt, warum Strausberg besonders ist: Tradition und Gemütlichkeit mitten in der Stadt. Als Bürgermeister würde ich solche Perlen schützen und aufwerten – z. B. durch gezielte Sanierungen historischer Gebäude, mehr Bänke und Grünflächen sowie kleine Infotafeln zur Geschichte, damit mehr Bürger und Besucher diesen Schatz entdecken. Unsere Altstadt darf nicht verfallen – sie muss wieder strahlen.

2. Wenn Sie gewählt werden, welches sind die Maßnahmen, die Sie in den ersten 100 Tagen auf den Weg bringen wollen?
• Haushalt sichern & Steuern niedrig halten: Sofortige Prüfung und Streichung unnötiger Ausgaben → mehr Spielraum für Strausberg-Themen, ohne neue Schulden.
• Infrastruktur-Sofortprogramm starten: Priorisierung kritischer Straßenreparaturen (z. B. Berliner Straße, Garzauer Straße) mit Nacht- und Wochenendarbeiten → weniger Staus und mehr Tempo bei Genehmigungen.
• Vereine unbürokratisch stärken: Schnelle Zuschuss-Auszahlung und Erweiterung der Hallen-Nutzungszeiten → mehr Trainingsmöglichkeiten für Jugend und Sportvereine.
• Offenes Bürgerforum einrichten: Monatliche Treffen mit direkter Ansprache → eure Anliegen (See, Verkehr, Wohnraum) sofort hören und in die Verwaltung einfließen lassen.
• Verwaltung effizienter machen: Erste Schritte zur Digitalisierung (mehr Online-Anträge) → kürzere Wartezeiten bei Bürgeranfragen.
Kein großes Tamtam – sondern konkrete, sichtbare Fortschritte. Strausberg zuerst, pragmatisch und bürgernah.

3. Der Straussee ist das Juwel der Stadt. Der Wasserstand bereitet vielen Strausbergern Sorgen. Welche konkreten Schritte wollen Sie unternehmen?
Der Pegel sinkt seit über einem Jahrzehnt dramatisch – das belastet uns alle: Fähre fährt kaum, Freibad bleibt zu, Badeanstalt leidet, Ökosystem verändert sich. Gutachten (TU Dresden, ZALF u.a.) zeigen: Hauptursachen sind Klimawandel (weniger Winterregen, starke Sommerverdunstung) plus überlagernde Grundwasserentnahmen in der Region. Es gibt keinen einzelnen Schuldigen, sondern eine Kombination aus Natur und Nutzung.
Als Bürgermeister mache ich das zur Chefsache – mit folgenden lokalen, sofort umsetzbaren Schritten:
1. Sofort eine echte Straussee-Taskforce einsetzen (innerhalb der ersten 100 Tage) – Stadtverwaltung + Wasserverband Strausberg-Erkner (WSE) + Bürgerinitiative „Erhaltet den Straussee“ + lokale Hydrologen/Umweltfachleute + betroffene Bürger. – Monatliche offene Treffen mit Protokollen und Live-Übertragung – volle Transparenz statt Schweigen.
2. Wasserentnahmen vor Ort minimieren und Alternativen prüfen – maximaler Druck auf den WSE: Reduzierung der Fördermengen aus dem Straussee-Einzugsgebiet, wo technisch/rechtlich möglich (z. B. Spitzmühle). – Lokale Alternativen: Abwasserwiederverwendung prüfen, Regenwassersammlung bei Neubauten/Gewerbe erweitern, Flächen entsiegeln für bessere Versickerung. – Keine neuen Entnahmen in der Nähe zulassen – Strausberg hat Vorrang.
3. Natürliche Wasserrückhaltung im Einzugsgebiet stärken – Im näheren Umfeld (nördlich des Sees, Lattgrundrinne) mehr Wiesen statt durstiger Nadelwälder fördern – Gutachten nennen bis zu 30 cm Pegelgewinn. – Gräben, Mulden und kleine Rückhaltebecken reaktivieren oder bauen – einfache Maßnahmen gegen schnelle Abflüsse. – In der Stadt: Weniger Beton, mehr Grünstreifen und versickerungsfähige Beläge bei Straßen/Parkplätzen.
4. Kurzfristige Stabilisierung – gezielte Wasserrückhaltung in der Landschaft, Beschattung von Zuflüssen (mehr Bäume pflanzen), unnötige Verdunstung reduzieren. – Den See trotzdem nutzbar halten: mehr saubere Zugänge, Bänke, Events – auch bei niedrigem Pegel bleibt er lebendig.
5. Langfristig: Lokalen Wasserkreislauf schließen – mehr Regenwasser in der Stadt halten, statt wegzuleiten. – Bürgerkampagnen: „Regenwasser sammeln“, „Weniger Rasensprengen“ – jeder kann mitmachen. – Ziel: In 10–15 Jahren wieder stabilerer Pegel durch konsequente lokale Maßnahmen.

4. In Strausberg müssen einige Straßen instandgesetzt werden, beispielsweise die Berliner Straße. Viele Autofahrer sind von Staus gerade am Morgen und zum Feierabend genervt. Welchen Plan haben Sie für die Verkehrsentwicklung in unserem Ort?
• Straßenbauprogramm 2015–2030 beschleunigen → Berliner Straße priorisieren, temporäre Umleitungen, Nacht- und Wochenendarbeiten.
• ÖPNV stärken: Strausberger Eisenbahn zuverlässiger machen, mehr Park-and-Ride-Plätze.
• Radwege erweitern, ohne Autofahrer zu benachteiligen.
• Enge Kooperation mit der Bundeswehr (Wachstum auf über 2.500 Beschäftigte) → gemeinsame Projekte für bessere Zufahrten.

5. Wie wollen Sie, dass sich Strausberg entwickelt in den Bereichen Gewerbe, Kultur und Einwohnerzahl?
• Gewerbe: Gewerbegebiete erweitern, weniger Bürokratie, regionale Firmen bevorzugen – mehr Jobs durch Bundeswehr-Kooperationen.
• Kultur: Vereine stärken, Events am Straussee (Open-Air-Konzerte, Feste), Stadtmuseum modernisieren.
• Einwohnerzahl: Auf über 30.000 steigern, Vorrang für regionale Familien und Bundeswehr-Angehörige – bezahlbarer Wohnraum, ohne Massenmigration.

6. Sehr viele Strausberger engagieren sich in ihrer Freizeit in Sport- oder Kulturvereinen. Einige sind in der ganzen Welt bekannt. Manche dieser Freizeiteinrichtungen haben Kummer mit Trainingsorten und Ausstattung. Wie wollen Sie dafür sorgen, dass diese einmalige Vereinslandschaft erhalten bleibt?
• Zuschüsse erhöhen und unbürokratisch verteilen (neue Hallen, Ausrüstung).
• SEP ausbauen: mehr Trainingsflächen, günstigere Mieten.
• Events fördern → Sponsoren anziehen.
• Jugendprogramme starten → Nachwuchs bleibt. Vereine sind der Kleber unserer Stadt – Tradition und Gemeinschaft haben Vorrang.

7. Andere Städte haben große Neubaugebiete ausgewiesen und dadurch viele neue Einwohner gewonnen. In Strausberg sollen vorhandene innerstädtische Flächen zuerst genutzt werden. Wie ist Ihre Meinung zu diesem Thema?
Zustimmung: Vorhandene innerstädtische Flächen zuerst nutzen – schützt Grünflächen, spart Infrastrukturkosten, erhält Charme. Wo nötig neue Gebiete ausweisen – aber nur für bezahlbaren Wohnraum mit Vorrang für lokale Familien und Bundeswehr-Angehörige. Keine unkontrollierten Großsiedlungen.

8. Die Digitalisierung und Organisation der Verwaltungsarbeiten der Stadtverwaltung mit immerhin 350 Mitarbeitern ist ein großes Thema. Welche Strategie haben Sie hier?
• Anträge online stellen (z. B. Baugenehmigungen per App).
• Mitarbeiterschulungen + smarte Software für Automatisierung.
• Kooperation mit Bundeswehr-IT-Expertise nutzen. Ziel: Bis 2028 weitgehend digitale Verwaltung – weniger Wartezeiten, mehr Service, keine unnötigen Stellen.

9. Wo sehen Sie die Stadt Strausberg in 30 Jahren?
Als blühende Garnisonstadt mit über 35.000 Einwohnern: starke Wirtschaft durch Bundeswehr und regionale Firmen, top Infrastruktur, pulsierender Straussee als Freizeitzentrum. Familienfreundlich, sicher, traditionell – eine stolze, unabhängige Heimat, in der junge Leute bleiben wollen, weil es Jobs, Wohnraum und Lebensqualität gibt. Kein überlaufener Berlin-Vorort.

17.01.2026, Strausberg


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