Zivil- und Katastrophenschutz - 19.02.2026

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Zivil- und Katastrophenschutz
in Strausberg


Öffentliche Debatte zum Zivil- und Katastrophenschutz in Strausberg

Bei der öffentlichen Stadtverordnetenversammlung vom 12. Februar 2026 informierte die Stadtverwaltung Strausberg über den aktuellen Stand und die Herausforderungen im Zivil- und Katastrophenschutz. Martin Zohles, Leiter des Fachdienstes Zivil-, Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Märkisch-Oderland, erklärte die zentralen Zuständigkeiten.

Bürger werden dringend aufgefordert, für mindestens drei Tage Vorsorge zu treffen. Hinweise und Checklisten stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereit. Die Broschüren sind seit September 2025 auch bei der Stadt erhältlich. Im Ernstfall ist die Stadt Ansprechpartner für die Bevölkerung und für die örtliche Einsatzplanung, während der Landkreis bei Großschadenslagen die übergeordnete Koordination übernimmt.

Zur Warnung der Bevölkerung dienen weiterhin das Sirenennetz und die Warn-Apps NINA und BIWAPP. Datenschutzrechtlich können für die Katastrophenvorsorge keine Listen hilfsbedürftiger Personen erstellt und vorgehalten werden.

Am Biotop entsteht derzeit ein neues Feuerwehrtechnisches Zentrum mit integriertem Katastrophenschutzlager, das im Frühjahr 2027 in Betrieb gehen soll. Der Landkreis verfügt über diverse Katastrophenschutzeinheiten, darunter Sanitäts-, Verpflegungs-, Betreuungs-, Gefahrstoff- und Brandschutzeinheiten. Zudem gibt es Kapazitäten für die Erstunterbringung von rund 1.000 Personen. Viele Einheiten arbeiten ehrenamtlich. Es wurde betont: Hilfe kann im Ernstfall nicht überall sofort verfügbar sein.

Zusätzlich wurden Katastrophenschutz-Leuchttürme eingerichtet. Statt der 20 vom Bund geförderten Standorte richtete der Landkreis insgesamt 34 ein, zwei davon in Strausberg. Dort können Bürger Notrufe absetzen, sich aufwärmen, Erste Hilfe erhalten oder Speisen erwärmen. Eine dauerhafte Nutzung als Notunterkunft ist nicht vorgesehen. Die Grundausstattung wurde bereits erfolgreich getestet.

Irina Kühnel, Geschäftsführerin der Stadtwerke Strausberg GmbH, erklärte, dass Netzersatzanlagen Wärme in die Fernwärmeleitungen einspeisen können, sofern die Gebäudetechnik des Empfängers mit Notstrom funktioniert. Ziel sei es, die Infrastruktur zu stärken und Störungen im Ernstfall schnell zu beheben.

Bürgermeisterin Elke Stadeler betonte, dass ein vollständiger Schutz vor Krisenlagen nicht möglich ist. Die Stadt setzt auf stromunabhängige Kommunikationswege mit dem Landkreis, regelmäßige Brandschutzübungen in Schulen und Kitas sowie die kontinuierliche Information der Bevölkerung. Im Ernstfall werden Teile des öffentlichen Lebens eingeschränkt sein, da die Leuchttürme Vorrang haben und viele Gebäude keinen Notstrom besitzen.

Strausberg wird die Entwicklungen im Bevölkerungsschutz weiterhin begleiten und die Handlungskonzepte der Arbeitsgemeinschaft des Landkreises fortschreiben.
Quelle: Stadt Strausberg - Anna Dünnebier


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19.02.2026, Strausberg






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