Strausberg Kita Wirbelwind - 01.04.2026

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Strausberg Kita Wirbelwind
wird geschlossen

Bild:© Andreas Prinz


Schließung der Kita „Wirbelwind“ beschlossen

In ihrer Sitzung am 26. März 2026 hat die Stadtverordnetenversammlung Strausberg die Schließung der kommunalen Kita „Wirbelwind“ zum 31. Juli beschlossen. Die Stadtverwaltung prüft bis Ende August mögliche Nachnutzungen des Gebäudes und informiert anschließend in den zuständigen Ausschüssen.


Hintergrund ist der seit gut zwei Jahren anhaltende Geburtenrückgang. Die Zahl der zu betreuenden Kinder ist deutlich gesunken. Am stärksten ist der Rückgang in der städtischen Kita in der Vorstadt spürbar. Aktuell stehen weit über 400 freie Kitaplätze in Strausberg zur Verfügung. Prognosen gehen davon aus, dass das niedrige Niveau noch mehrere Jahre bestehen bleibt.

Die Kita „Wirbelwind“ ist derzeit nur noch zu etwa 35 Prozent ausgelastet. Mit der Schließung werden die freien Kapazitäten um 170 Plätze reduziert und die derzeit gut 40 Kinder bis zum neuen Schul- bzw. Kitajahr in andere Einrichtungen vermittelt. Die elf Erzieherinnen sowie eine Quereinsteigerin werden auf die anderen acht kommunalen Einrichtungen der Kindertagesbetreuung verteilt, insbesondere auf die Einrichtungen, in denen der geltende Personalschlüssel momentan unterschritten ist.

Für das Jahr 2027 ist zudem eine Fachkraft für die Fachgruppe Kita mit den Arbeitsschwerpunkten Qualität, Qualitätsentwicklung sowie Kindeswohl vorgesehen, um die fachliche Zusammenarbeit zwischen Verwaltung und Einrichtungen zu stärken.

Die Entscheidung wurde in der Stadtverordnetenversammlung intensiv diskutiert. Bürgermeisterin Elke Stadeler machte dabei deutlich, dass weitere Schließungen oder Anpassungen künftig von der Entwicklung der Kinder- und Geburtenzahlen abhängen. Ziel der Schließung zum Sommer ist es, den betroffenen Kindern den Übergang in andere Einrichtungen zum neuen Kitajahr zu erleichtern. Individuelle Anliegen von Eltern werden ernst genommen.

Infolge der vorhandenen Überkapazitäten an Kitaplätzen wird davon ausgegangen, dass dem Wunsch- und Wahlrecht der Eltern grundsätzlich nachgekommen werden kann.

Auch die von Interimsleiter Heiko Goldstein jüngst im Bildungsausschuss vorgestellten Möglichkeiten zum Erhalt der Einrichtung, waren Gegenstand der Diskussionen. Die Idee, die Kita zu verkleinern und im Gebäude zusätzlich ein Familienzentrum einzurichten, wurde verworfen. Eine gleichzeitige Nutzung als Kindertagesstätte und öffentlich zugängliches Familienzentrum widerspricht den gegebenen Anforderungen an Sicherheit und Organisation. Ein durchgehend geschützter Betrieb für die Kinder wäre unter diesen Bedingungen nicht in vollem Umfang sicherzustellen. Zudem kann der hierfür anfallende zusätzliche finanzielle Aufwand derzeit weder dargestellt noch abgesichert werden.

Die eingesparten Betriebskosten werden unter anderem zur Finanzierung der Fachkraft für die Fachgruppe Kita sowie für den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen genutzt und fließen darüber hinaus in den Haushalt ein.

Bereits geäußerte Ideen und Vorstellungen für eine über den Kitabetrieb hinausgehende Nutzung werden in den künftigen Überlegungen zur Nachnutzung der Liegenschaft mit einfließen.
Quelle: Stadt Strausberg - Anna Dünnebier

01.04.2026, Strausberg






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