Krankenhaus Märkisch-Oderland ruft zum Handeln auf: Finanzierung der Krankenhausversorgung muss sichergestellt werden
Strausberg/Wriezen/Seelow, 27. Mai 2026. Die Kliniken in Strausberg, Wriezen und Seelow haben sich gemeinsam gegen die drohende Kostendrucklage durch das angekündigte GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ausgesprochen. Die Kürzungspläne der Bundesregierung bedrohen die wirtschaftliche Existenz der Krankenhäuser in Deutschland.
Wir verstehen die Notwendigkeit eines GKV-Beitragssatzstabilisierungsmechanismus, um den wachsenden Kosten im Gesundheitswesen entgegenzuwirken, sagte Katja Thielemann, Geschäftsführerin der Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH.
Nach aktuellen Planungen sollen den Krankenhäusern im kommenden Jahr rund fünf Milliarden Euro entzogen werden. Bis zum Jahr 2030 summieren sich die Einschnitte auf insgesamt etwa 30 Milliarden Euro. Aus Sicht der Kliniken ist diese Entwicklung wirtschaftlich nicht mehr tragfähig.
Diese Mittel fehlen unmittelbar in der Versorgung. Wer Krankenhäusern in dieser Größenordnung Geld entzieht, riskiert Versorgungslücken – insbesondere im ländlichen Raum, so Thielemann. Die Folgen werden für Patientinnen und Patienten direkt spürbar sein.
Die Krankenhäuser warnen daher eindringlich vor einem schleichenden Abbau von Versorgungsstrukturen. Schon heute geraten zahlreiche Standorte in wirtschaftliche Schieflage. Ohne eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung drohen weitere Einschränkungen bis hin zu Schließungen.
Die Kliniken appellieren an die Bundestagsabgeordneten in den Wahlkreisen, sich auf Bundesebene für eine nachhaltige Finanzierung der Krankenhausversorgung einzusetzen. Notwendige Reformen dürfen nicht zu neuen Versorgungslücken führen.
„Reformen sind richtig und wichtig. Aber sie müssen die Realität vor Ort berücksichtigen und dürfen die wirtschaftliche Grundlage der Krankenhäuser nicht untergraben“, betont Thielemann. „Es geht um nicht weniger als die Sicherstellung einer flächendeckenden, qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung.“