
Bild:© Stadtverwaltung Strausberg Anna Dünnebier
Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Widerstand vom 20. Juli 1944 am Bundeswehrstandort Strausberg
Anlässlich des Gedenkens an den militärischen Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime und den Attentatsversuch vom 20. Juli 1944 nahmen Bürgermeisterin Karolin Langner, der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung Steffen Schuster sowie weitere Stadtverordnete für die Stadt Strausberg an einer Gedenkveranstaltung am Bundeswehrstandort Strausberg teil. Eingeladen hatte der Standortälteste Brigadegeneral Sascha Zierold.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Schicksale der Frauen und Männer des Widerstandes. Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Generalmajor Henning von Tresckow, die als zentrale Persönlichkeiten des militärischen Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime gelten, sind zugleich Namensgeber der geschichtsträchtigen Häuser am Standort Strausberg. Ihr Handeln steht bis heute für Gewissen, Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft, sich einem verbrecherischen Regime entgegenzustellen.
In seiner Ansprache betonte Brigadegeneral Sascha Zierold die Bedeutung des militärischen Widerstands für das Selbstverständnis der Soldaten. Die Ereignisse des 20. Juli 1944 mahnten dazu, sich der Verantwortung bewusst zu sein, die Soldaten auch heute noch tragen und unterstrichen zugleich die Tragweite ihres gewissenhaften Handelns.
Gastredner Uwe Rosenberg von der Stiftung Schloss Neuhardenberg widmete seinen Vortrag der Geschichte von Carl-Hans Graf von Hardenberg. Dieser habe bereits früh einen verlässlichen moralischen Kompass bewiesen und sich gegen das nationalsozialistische Regime gestellt. Für ihn und seine Familie sei dies ein ständiger Balanceakt gewesen, der mit großen persönlichen Risiken und schwerwiegenden Konsequenzen verbunden war.
In seinem Vortrag machte Rosenberg deutlich, dass Freiheit und Rechtsstaatlichkeit keineswegs selbstverständlich sind. Sie können schnell verloren gehen, wenn es nicht Menschen gäbe, die bereit sind, sich ungeachtet der Konsequenzen für diese Werte einzusetzen. Umso wichtiger sei es, Demokratie und Freiheit zu bewahren und die Verantwortung dafür auch an kommende Generationen weiterzugeben. Die Gedenkveranstaltung erinnerte eindringlich daran, dass Mut, Gewissen und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, zeitlose Werte sind – sowohl für die Bundeswehr als auch für die Gesellschaft.
Quelle: Stadtverwaltung Strausberg - Anna Dünnebier