Bild:© Stadtverwaltung Strausberg
Stadt Strausberg und Vorhabenträger stellen das erste Konzept für das Gelände der ehemaligen WGT-Kaserne vor
Am 25. August 2026 lud die Stadt Strausberg gemeinsam mit dem Vorhabenträger pwr development GmbH (pwr) zu einer ersten Informationsveranstaltung für das geplante Wohnquartier auf dem Gelände der ehemaligen WGT-Kaserne ein – ein Novum, da sich Vorhabenträger üblicherweise erst zum Aufstellungsbeschluss in den zuständigen Fachausschüssen und der Stadtverordnetenversammlung präsentieren. Der Geschäftsführer der pwr, Sebastian Klatt, zeigte sich dankbar für diese Bitte der Stadtverwaltung.
pwr versteht sich als Quartiersentwickler mit langfristiger Perspektive: Als Bestandshalter sollen Potenziale so entwickelt werden, dass sie auch in 20 bis 30 Jahren noch im Bestand gehalten werden. Das rund 5,5 Hektar große, seit 2010 brachliegende Areal war seit jeher als Wohnbaufläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen bevor es durch die BBG-Brandenburgische Boden Gesellschaft für Grundstücksverwaltung und -verwertung mbH an das Unternehmen verkauft wurde.
Eine besondere Herausforderung für pwr stellen Altlasten im Erdboden aus der industriellen Nutzung in den 1930er Jahren sowie der militärischen Nutzung bis in die 1990er Jahre dar. Silvana Falk-Ott von pwr und das beauftragte Ingenieurbüro stellten den ersten Konzeptentwurf vor: Eine zentrale Grünachse, ergänzt durch Fuß- und Radwege, soll das Quartier durchziehen. Beim Regenwasser setzt man auf das Schwammstadt - Prinzip mit Versickerungsmulden, begrünten Dächern, entsiegelten Flächen und Auffangbecken, ergänzt durch Grauwasseraufbereitung und ressourcenschonende Bauweise. Ein 800 Quadratmeter großer Quartiersplatz an der Hegermühlenstraße soll Raum für Nahversorgung und Treffpunkte bieten. Insgesamt könnten nach dem ersten Entwurf rund 600 Wohneinheiten entstehen – im Norden mehrstöckige Gebäude, im Süden Reihen- und Einfamilienhäuser, ergänzt durch Tiefgaragen, Misch- und Spielplätze.
Die Veranstalter zeigten sich dankbar für das große Interesse und die zahlreichen, teils kritischen Fragen der Bürger. Fachbereichsleiter der Technischen Dienste aus der Stadtverwaltung, Markus Czychi, stand neben den Vorhabenträgern im Anschluss an die Präsentation für Rückfragen bereit. Über Notizzettel am Konzeptmodell konnten Anwohner zudem direktes Feedback einbringen, das in die weitere Planung einfließt.
Im nächsten Schritt soll der Aufstellungsbeschluss durch die Stadtverordnetenversammlung Ende 2026 gefasst werden, gefolgt von der Beteiligung öffentlicher Träger und weiteren Veranstaltungen zur Öffentlichkeitsbeteiligung bis zum endgültig abgestimmten Bebauungsplan. Der gesamte Planungsprozess kann bis zu 2,5 Jahre dauern.
Foto: Silvana Falk-Ott von der pwr development GmbH stellte das vorläufige Konzept vor.
Quelle: Stadtverwaltung Strausberg