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Präzisionsschleifen auf der Großen Straße: Testfläche für bessere Befahrbarkeit
Die Große Straße, geschützt durch den Denkmalschutz, bildet die zentrale Achse der historischen Altstadt Strausbergs. In der Mitte der Fahrbahn verläuft ein rund 3,5 Meter breiter Streifen aus Großsteinreihenpflaster – ein Überbleibsel der früheren Straßenbahntrasse, das ursprünglich als Provisorium für eine mögliche Wiederbelebung des Schienenverkehrs angelegt wurde. Nach der grundhaften Sanierung der Großen Straße zwischen 1996 und 2005 hatten sich in diesem stark genutzten Bereich zunehmend Mängel entwickelt, die die Befahrbarkeit für Radfahrende, Rollstuhlfahrende und Personen mit Rollatoren oder Kinderwagen erschwerten.
Nachdem die Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2025 einen erneuten Prüfauftrag zur Verbesserung der Fahrbahnoberfläche erteilt hatte, wird nun ein neues Verfahren erprobt: Ab der 37./38. Kalenderwoche (07.-20.09.2026) wird auf der Großen Straße im Bereich des Marktplatzes eine Testfläche mittels Präzisionsschleifverfahren bearbeitet. Ziel der Maßnahme ist es, das historische Großpflaster so zu glätten, dass Fahrräder und Rollatoren künftig leichter und sicherer passieren können. Ausgeführt werden die Arbeiten von der auf dieses Verfahren spezialisierten Firma Fräsdienst-Service E. Feind GmbH aus Lübben, die den Starttermin kurzfristig bestätigte.
Beim Precision Grinding arbeitet die eingesetzte Maschine mit einer diamantbesetzten, rotierenden Welle mit Schneidwerkzeug, die das Pflaster millimetergenau abträgt. Dabei bleiben die Steine vollständig im Bestand, ihre Lage und Struktur werden nicht verändert. Das Verfahren sorgt für eine gleichmäßigere Oberfläche und einen geringeren Fugenanteil, wodurch die Geräuschentwicklung reduziert wird. Gleichzeitig wird die Ebenheit zwischen den einzelnen Steinen angepasst, was die Befahrbarkeit verbessert, ohne das historische Erscheinungsbild grundlegend zu verändern. Die eingesetzte Maschine verfügt zudem über eine Absauganlage, die die Staubbelastung während der Arbeiten spürbar mindert.
Die Testfläche soll der Stadt Strausberg als praktische Grundlage dienen, um zu prüfen, ob sich das Verfahren für eine großflächige Anwendung in der Großen Straße eignet und mit den Anforderungen des Denkmalschutzes vereinbar ist. Die Maßnahme wird voraussichtlich maximal zwei Wochen in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit muss mit Verkehrseinschränkungen sowie zeitweise erhöhter Lärmbelastung gerechnet werden.
Die Stadt Strausberg bittet Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die vorübergehenden Beeinträchtigungen.
Quelle: Stadtverwaltung Strausberg