Das fünfte Rad am Wagen - 07.04.2019

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Das fünfte Rad am Wagen
DEKRA Experten informieren


Fahrräder sicher transportieren - Das fünfte Rad am Wagen
· Träger und Räder gut befestigen
· Maximalgewichte beachten
· Mit Ladung vorsichtiger fahren

Die besten Fahrrad-Reviere liegen oft nicht direkt vor der eigenen Haustür. Doch wozu gibt es Trägersysteme fürs Auto? Beim Fahrradtransport mit dem Auto ist allerdings einiges zu beachten. Die Sachverständigen von DEKRA erklären, worauf es ankommt, damit Rad und Radler sicher ans Ziel kommen.

Richtige Montage
„Unabhängig davon, ob es sich um einen Dach- oder Heckträger handelt:
Entscheidend ist, dass der Fahrradträger richtig am Auto montiert ist und die
Fahrräder vernünftig auf dem Träger sitzen“, sagt DEKRA Unfallforscherin
Stefanie Ritter. Laut Straßenverkehrsordnung müssen die Fahrräder so gesichert
sein, dass sie selbst bei einer Vollbremsung oder einer plötzlichen
Ausweichbewegung nicht verrutschen oder herabfallen und dadurch andere
Verkehrsteilnehmer gefährden können.

Räder gut fixieren
„Kontrollieren Sie den festen Sitz der Befestigungsschrauben am Träger und
entfernen Sie alle losen Anbauteile wie Korb, Trinkflasche oder Akku, fixieren Sie
den Rahmen an der Trägerstange und zurren Sie die Reifen gut fest“, so die
Checkliste der Expertin. Mit elastischen Zugbändern verringern sich die
Schwingungen der Fahrräder meist noch. Bei Heckträgern wichtig: erst das
schwerste Fahrrad und dann die leichteren Räder montieren. Das hält die
Hecklastigkeit gering. Und nicht vergessen: Schräg gestellte Träger vor dem Start
wieder gut einrasten.

Auf die Gewichte kommt es an
Vor allem beim Transport von Pedelecs ist darauf zu achten, dass der Radträger
für das Gewicht der deutlich schwereren Elektro-Bikes ausgelegt ist. Auch die
Stützlast der Anhängekupplung (in der Regel etwa 50 bis 100 Kilogramm, je nach
Fahrzeug) darf nicht überschritten werden. Zwei normale Pedelecs plus Träger
bringen leicht 70 Kilogramm auf die Waage. Bei Dachträgern ist die zulässige
Dachlast das Maß der Dinge.

Vorsicht in Kurven
„Nach der Montage und dem Beladen empfiehlt sich ein Bremsversuch, um ein
Gefühl für das beladene Fahrzeug zu bekommen und die Festigkeit der
Halterungen zu checken“, sagt Ritter. Darüber hinaus müssen Autofahrer ihre
Fahrweise anpassen: Durch die Dachlast verlagert sich der Schwerpunkt nach
oben. Weil sich das Fahrzeug stärker neigt, müssen Kurven langsamer gefahren
werden. Außerdem erhöht sich die Angriffsfläche für Seitenwind. „Ein beladenes
Fahrzeug beschleunigt langsamer und meist verlängert sich auch der Bremsweg.
In punkto Höchstgeschwindigkeit mit Gepäckträger sind außerdem die Hinweise
der Hersteller zu beachten, die meist 130 km/h angeben.“

Weitere Informationen zum Thema Auto-Gepäckträger bietet der DEKRA
Ratgeber „So kommen Sie nicht oben ohne an“. Er steht unter
www.dekra.de/de/ratgeber/ zum Download bereit.
Quelle: DEKRA


» weitere Informationen

07.04.2019

DEKRA Automobil GmbH Strausberg
Am Flugplatz 11
15344 Strausberg
Tel.: 03341/41570




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