18. Brandenburgischer Kunstpreis - 07.05.2021

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18. Brandenburgischer Kunstpreis
Preisträger stehen fest

Bild:© Winfried Mausolf


18. Brandenburgischer Kunstpreis: Die Preisträger stehen fest
Die Märkische Oderzeitung und die Stiftung Schloss Neuhardenberg zeichnen 2021 erneut Kunstschaffende Brandenburgs in den Kategorien Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie aus.

Barbara Raetsch erhält den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg für ein Lebenswerk und Luise Schröder den Nachwuchsförderpreis für Bildende Kunst von Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Die Ausstellung mit den Arbeiten der Preisträgerinnen und Preisträger sowie der 67 Künstlerinnen und Künstler in die Endauswahl des Juryentscheids ist vom 9. Mai bis 22 August 2021 auf Schloss Neuhardenberg zu sehen.

Der Preis der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg wird 2021 zum 18. Mal vergeben. Er steht unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg,Dr. Dietmar Woidke, und zeichnet das vielseitige brandenburgische Kunstschaffen aus.Er geht diesmal an: Manfred Zoller (Malerei), Adelheid Fuss (Grafik), Anna Franziska Schwarzbach (Plastik) und Hans-Jörg Rafalski (Fotografie).

Der in Bergfelde (Hohen-Neuendorf) lebende Maler Manfred Zoller (geb. 1947 in Zeitz) erhält den
Preis in der Kategorie Malerei mit seiner dreiteiligen Papiercollage aus Buntpapier aus der Serie
Wilhelm Hauffs Märchen-Almanach von 2020/2021. In der Kategorie Grafik überzeugte Adelheid
Fuss (geb. 1977 im rumänischen Sibiu) aus Potsdam die Jury mit ihrer siebenteiligen Serie
Erdachtes Land von 2020, in der sie in Cyanotypie auf Büttenpapier Menschen über ein Geflecht
zarter Landschaften des Oderbruchs wandern lässt. In der Kategorie Plastik konnte Anna Franziska
Schwarzbach (geb. 1949 in Rittersgrün im Erzgebirge) aus Berlin mit ihrer Skultptur Einer von
2020 überzeugen, einer markanten Bronze-Abformung einer Holzfigur. Der Preis in der Kategorie
Fotografie geht in diesem Jahr an den in Niederfinow lebenden Fotografen Hans-Jörg Rafalski
(geb. 1965) für seine Fotoserie Der neue Oder-Havel-Kanal 2020 – erbaute Leere von 2020/2021.

Brandenburg ist seit jeher Lebens- und Arbeitsmittelpunkt zahlreicher Künstlerinnen und
Künstler. Der Brandenburgische Kunstpreis ist nicht nur zu einem festen künstlerischem Orientierungspunkt in der Region geworden, er erfährt auch eine von Jahr zu Jahr wachsende Aufmerksamkeit und spiegelt zugleich die große Kreativität der hier lebenden Künstlerinnen und Künstler wider. Über 3.500 von ihnen haben sich in den letzten Jahren an der Ausschreibung beteiligt, in diesem Jahr waren es über 300, von denen eine Vorjury nun 67 Künstlerinnen und Künstler in die
engere Auswahl genommen hat.

Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten für ein Lebenswerk wird in diesem Jahr an die Malerin
Barbara Raetsch verliehen. Die 1936 in Pirna geborene und seit 1958 in Potsdam lebende
Künstlerin, fand autodidaktisch ihren Weg zur Malerei. „Im Mittelpunkt ihrer eindrucksvollen
Werke steht die Stadt Potsdam mit ihrer wechselvollen Geschichte, die so viele Narben und so viel
Schönheit im Stadtbild hinterlassen hat. Ihre Arbeiten haben hohen zeitgeschichtlichen Wert und
bestechen zugleich durch die Bildsprache wie durch die meisterliche Ausführung“, begründete
Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke die Wahl.

Seit zehn Jahren wird anlässlich des Brandenburgischen Kunstpreises zudem ein Förderstipendium
verliehen. Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Manja Schüle,
zeichnet 2021 die in Potsdam, Leipzig und Paris lebende Fotografin und Videokünstlerin
Luise Schröder mit dem Nachwuchsförderpreis für Bildende Kunst aus. Die Jury begründete ihre
Wahl wie folgt: In ihren Arbeiten greift Schröder Aspekte der jüngeren Geschichte aus heutiger
Sicht auf und regt zur Diskussion und Reflexion an. Sie interessiert dabei, wie sich politische
Agenden, Medien und Bildproduktionen auf unsere Erinnerungs- und Gedenkkultur auswirken.

Die mit jeweils 4.000 Euro dotierte Auszeichnung des Brandenburgischen Kunstpreises wird in
den Kategorien Malerei, Grafik, Plastik und Fotografie vergeben. Sie ist verbunden mit einer Publikation und einer Ausstellung auf Schloss Neuhardenberg. Der Preis in der Kategorie Fotografie
wird durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ermöglicht. Der Ehrenpreis des Ministerpräsidenten
ist mit 10.000 Euro dotiert. Das sechsmonatige Förderstipendium der Ministerin für Wissenschaft,
Forschung und Kultur umfasst eine Unterstützung von monatlich 1.000 Euro.

Für den Brandenburgischen Kunstpreis entsteht jedes Jahr eine eigens geschaffene Skulptur,
die an die Preisträgerinnen und Preisträger übergeben wird. Zum aktuellen Kunstpreis wird die
Skulptur von dem Berliner Bildhauer Ulrich Jörke gestaltet. Der Ministerpräsident übergibt traditionell die von Wieland Förster 1998 geschaffene Bronze Kleine Daphne.

Begleitend zur Ausstellung des Brandenburgischen Kunstpreises erscheint ein Katalog, der im
Stiftungsshop in Neuhardenberg und bei der Märkischen Oderzeitung für 10,- Euro erhältlich ist.
In der Hauptjury des Brandenburgischen Kunstpreises 2021 waren vertreten:
Frank Diersch, Dr. Gerlinde Förster, Carola Kirsch, Dr. Heike Kramer, Thomas Kumlehn, Frank
Mangelsdorf (Vorsitzender), Matthias Platzeck, Ralf Schlüter, Christoph Singelnstein und Silke
Spiegel.

Ausstellungsteilnehmer/-innen des Brandenburgischen Kunstpreises 2021
Heike Adner–Katerina Belkina–Anna Elisabeth Berger–Swen Bernitz–Marguerite Blume-Cárdenas
–Lutz Boltz–Fritz Bornstück–Anne-Françoise Cart–Frauke Danzer–Sabine Drasen–Rainer Ehrt–
Jörg Engelhardt–Klaus D. Fahlbusch–Adelheid Fuss–Saskia Glückauf–Frank Gottsmann–Elli
Graetz–Karin Gralki–Gisela Gräning–Annette Gundermann–Sylvia Hagen–Sue Hayward–Christine
Hielscher–Fred Hüning–Heike Jeschonnek–Kathrin Karras–Lorenz Kienzle–Kerstin Kirsch–Kati
Krüger–Helge Leiberg–Bettina Loppe–Till Ludwig–Peter Machoy–Winfried Mausolf–Mikos
Meininger–Katrin Meißner–Kat Menschik–Steffen Mertens–Kristine Narvida–Jeanette Niebelschütz–
Jürgen Ohlwein–Christa Panzner–Peter Panzner–Eva Paul–Maria Sibylla Ponizil–Kirstin
Rabe–Barbara Raetsch–Hans-Jörg Rafalski–Maren Reblin–Wolfgang Reinke–Ines Schaikowski–
Marie-Luise Schmidt–Jutta Schölzel–Petra Schramm–Luise Schröder–Ulf Schüler–Anna Franziska
Schwarzbach–Matthias Seyffert–Verena Siol–Bettina Steinborn–Rainer F. Steußloff–Erika Stürmer-
Alex–Jannulis Tembridis–Franziska Uhl–Gudrun Venter–Christiane Wartenberg–Manfred
Zoller–ZOYT

Brandenburgischer Kunstpreis
der Märkischen Oderzeitung und der Stiftung Schloss Neuhardenberg
Schirmherrschaft: Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Ausstellung
9.5.–22.8.2021
Ausstellungshalle
Derzeit ist die Ausstellung Fr, Sa und So (sowie Pfingstmontag), 11–18 Uhr, geöffnet
Für den Besuch sind ein vorab gebuchtes Zeitfensterticket (online oder telefonisch unter 033476
600-750) erforderlich sowie das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes.
Eintritt: € 5,- / ermäßigt € 3,-
an Sonntagen inkl. Eintritt Schloss: € 6,50 / ermäßigt € 4,-
Quelle: Stiftung Schloss Neuhardenberg

07.05.2021, Neuhardenberg

Stiftung Schloss Neuhardenberg - Hotel
Schinkelplatz, 15320 Neuhardenberg
Tel.: 033476 600-750

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