Von Burger bis Pizza in Mehrwegsystemen - 17.01.2023

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Von Burger bis Pizza in Mehrwegsystemen


Von Burger bis Pizza in Mehrwegsystemen

Seit Jahresbeginn 2023 ist eine Neuregelung im Verpackungsgesetz in Kraft. Sie verpflichtet Gastronomen sowie andere Anbieter von Speisen und Getränken zum Mitnehmen, nunmehr auch Mehrwegbehälter dafür anzubieten. Die Stadtverwaltung hatte dazu jetzt eine
Informationsveranstaltung für Strausberger Gewerbetreibende organisiert. Die Resonanz
war aber eher gering, wenngleich sogar digitale Zuschaltung möglich war.

Uta Stenzel, beim DEHOGA-Bundesverband Ansprechpartnerin für die Mehrweg-Pflicht, gab zu Beginn eine Einführung ins Thema. Nach ihren Angaben sind bundesweit etwa 140.000 Stellen von dem Gesetz betroffen, von Kiosk oder Kaffeebar über Tankstellen bis zum Restaurant, sogenannte Letztvertreiber von Verzehrfertigem, das nach Kundenwunsch abgepackt wird.

Differenziert wird zwischen kleinen Firmen und solchen mit mehr als fünf Beschäftigten und mehr als 80 Quadratmetern Verkaufsfläche. Alle müssen indes auch auf das neue Angebot hinweisen. Kontrollen obliegen nach ihrer Aussage den Abfallbehörden.

In einem zweiten Teil wurden mehrere Mehrwegkonzepte vorgestellt. Die PFABO GmbH aus Wildau (LDS) setzt neben Bechern in zwei Größen auf eine begrenzte Zahl eckiger Boxen für
Speisen, die gut in Logistik-Kisten passen, und ein Pfandsystem. Wie Juliane Spieker erläuterte, können die Behälter etwa 500 Mal verwendet werden und sind aus einem Material, das anschließend recycelt werden kann. Produziert wird in Deutschland.

Bei Vytal aus Köln ist das Spektrum breiter, reicht von Kaffeebecher und Schalen für
unterschiedliche Zwecke bis Burger-, Pizza- und Sushi-Box. Statt Pfand setzt die Firma laut Hanna Waegemann auf digitale Registrierung, so dass die Partnerunternehmen immer
wissen, wo ihre Behälter sind, und Kunden, wer das System anbietet und wo man die
Packung zurückgeben kann. Wer dies innerhalb der Frist von 14 Tagen nicht beim gleichen
oder einem anderen Partner schafft, ist zum Kauf verpflichtet. Die gesamte Abwicklung
erfolgt über Smartphone-Apps für Kunden und Gastronomen oder Offline-Karten.

Einig waren sich die Beteiligten, dass es gilt, den Wust von Verpackungsmüll zu reduzieren. Denn jeder Deutsche verursacht pro Jahr im Schnitt mehr als 200 Kilo solchen Abfalls. Firmen, die an Informationen zu dem Thema interessiert sind, können sich an den
Citymanager der Stadt wenden. Kontakt: E-Mail an veranstaltungen@stadt-strausberg.de
Quelle: Stadt Strausberg - Uwe Spranger

17.01.2023, Strausberg

Stadt Strausberg
Hegermühlenstraße 58, 15344 Strausberg
Tel.: 03341 / 38 11 00

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