Gräberehrung auf dem ev. Friedhof - 12.07.2007 | Fotogalerie
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Gräberehrung auf dem ev. Friedhof
3 Gräber zu Ehrengräbern der Stadt Strausberg erklärt
In Würdigung ihrer Verdienste um Strausberg wurden am 12.07.2007 die letzten Ruhestätten von Dr. Gertrud Rossner, Paul Fischer und Georg Kurtze zu Ehrengräbern der Stadt Strausberg erklärt. Die Pflege der Gräber wird ab sofort aus dem Haushalt der Stadt finanziert.

Zu den Personen:
Dr. med. Getrud Rossner, geb. 1903,
lebt auch heute noch in den Herzen der Strausberger.
Sie ist eine der bekanntesten und am meisten geachteten Menschen unserer Stadt. 50 Jahre praktizierte sie als Allgemein- und Kinderärztin und - egal, zu welches Tages- oder Nachtzeit sie gerufen wurde - sie war immer zur Stelle und half. Ihre Berufung war der Beruf. 1976 wurde ihr für ihr unermüdliches Engagement als Ärztin die Ehrenbürgerschaft verliehen. Dass sie bis heute nicht vergessen wurde, zeigt die Namensgebung der Schulstr. 1 in Dr.-Gertrud-Rossner-Haus.

Paul Fischer, geb. 1889,
wurde 1930 als Bürgermeister von Strausberg gewählt. Er war der erste sozialdemokratische Bürgermeister in dieser Stadt. Es war eine schwere Zeit, geprägt von Arbeitslosigkeit. Paul Fischer entwickelte Konzepte für Arbeitsbeschaffung, so z. B. ein Wohnungsbauprojekt in der heutigen Fr.-Ebert-Str. Bei diesem Bauvorhaben wurden 10 Häuser mit insg. 114 Wohnungen erbaut. Etwa 500 Arbeiter von meist Strausberger Firmen hatten in dieser Zeit eine Beschäftigung.
Mit dem Hissen der Hakenkreuzfahne 1933 durch die NSDAP endete die Amtszeit des Bürgermeisters abrupt.
Er starb schwer erkrankt 1937 im Alter von 48 Jahren.

Georg Kurtze, geb. 1872,
war viele Jahr als Sozialdemokrat Stadtrat in Strausberg.
Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen trat er von diesem Amt zurück und wurde 3 Monate später mit weiteren Sozialdemokraten inhaftiert.
Am 20. April 1945 hisste er - bereits 72-jährig - die weiße Fahne auf dem Rathaus. Durch sein verantwortungsbewusstes Handeln verhinderte er eine weitere Zerstörung der Stadt durch die Sowjetarmee.
Wenige Tage später wurde Georg Kurtze hinterrücks ermordet. Bis heute konnte sein Tod nicht aufgeklärt werden. Zum Andenken an ihn trägt eine Straße in Strausberg seinen Namen.

Von Bürgermeister Hans Peter Thierfeld erging ein Dankeschön an die SPD-Fraktion und insbesondere an Dr. Reiner Schwarze, die das Anliegen an die Stadt herangetragen und das Vorhaben begleitet hatten.
Auch dem ev. Pfarrer Ekkehard Kirchner und der Kirchengemeinde wurde herzlich gedankt. Mit ihrer Hilfe konnte die Konzeption unkompliziert umgesetzt werden.

Text und Foto: Stadtverwaltung Strausberg
Mehr Informationen unter: http://www.stadt-strausberg.de...

Wann: 12.07.2007 - 14:30 Uhr,
ev. Friedhof St. Marien, Strausberg, Berliner Straße 103,
Strausberg

Veranstalter: Stadt Strausberg
Hegermühlenstraße 58, 15344 Strausberg
Tel.: 03341 / 38 11 00
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