Kafka am Rand - 28.03.2026 | Fotogalerie
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Kafka am Rand
„Der Prozeß“ und „Ein Hungerkünstler“ von Franz Kafka
Zweimal Kafka: Zuerst spielt sich Kathleen Gaube in Der Prozeß um Kopf und Kragen, dann widmet sich die Compagnie Freaks und Fremde aus Dresden mit Puppenspielkunst und Musik der Erzählung Ein Hungerkünstler.

Der Prozeß

Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne dass er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.

So beginnt die Geschichte des Josef K., dem an seinem 30. Geburtstag von einer mysteriösen Behörde der Prozeß gemacht werden soll. Und je mehr der Bankbeamte seine Unschuld verteidigen will, um so tiefer sinkt er ins Gestrüpp undurchschaubarer Gesetze und menschlicher Verwirrungen. Josef K. muß schließlich erkennen, dass der „Sinn dieser großen Organisation, dieser korrupten Bande“, der Sinn dieses geheimnisvollen Prozesses „die Sinnlosigkeit“ ist. Der Prozeß ist ein großes Werk der Weltliteratur. Die Bedeutung für das 20. Jahrhundert kann nicht überschätzt werden: Denn der Prozess, den Josef K. über sich ergehen lassen muß, ist auch ein Prozess, den er – unschuldig-schuldig – sich selbst macht ...

Ein Hungerkünstler

Es ist alles eine Frage des Appetits. Der eine giert nach Macht und Moneten, der andere nach Liebe oder Luxus, ein dritter nach dem Nichtstun oder stoischer Gelassenheit. Franz Kafkas Hungerkünstler will nichts von alledem, aber keiner soll behaupten, er giere nach gar nichts.

Nein, er ist ehrgeizig, geradezu süchtig nach Ruhm, er will, dass die Menschen ihm bewundernd zuschauen, wenn er in seinem Käfig hungert. Eine Parabel auf die einsame Wahrheit des Künstlertums.

Die Tragödie dieses Künstlers ist nicht das Hungernmüssen aus bitterem Entbehren, denn er hat sich längst damit abgefunden, dass die Welt nicht nach seinem Geschmack ist.

Er legt sich mächtig ins Zeug, um den Zuschauer an sich zu binden. Er muss an die Grenze gehen, an die Grenze des Lebens. Seine spektakuläre Erfahrung will er dem Publikum zum Fraß vorwerfen, es mit seinem Schauhungern nähren, hätscheln und verblüffen. Er ist ein Künstler und erst im Tod wird seine Kunst perfekt.

Im Zusammenspiel von Sprache, Puppenspielkunst, Schauspiel und Musik macht die Compagnie Freaks und Fremde aus Kafkas Erzählung ein kleines Theaterjuwel.

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Eintritt bei Austritt

Empfohlener Austrittspreis: 25 €

Bei uns gibt es keine Eintrittskarten. Bitte reservieren Sie Plätze und bezahlen Sie nach der Vorstellung, was Ihnen das kulturelle Erlebnis wert ist.

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Informationen

Der Prozeß
Spiel:
Kathleen Gaube

Regie und Bühne:
Mario Holetzeck

Ein Hungerkünstler
Künstlerische Leitung, Schauspiel, Puppenspiel:
Sabine Köhler
Heiki Ikkola

Musik:
Tobias Herzz Hallbauer

Technische Leitung und Lichtdesign:
Josia Werth

Mit Pause
Mehr Informationen unter: https://theateramrand.de/spielplan/...

Wann: 28.03.2026 - 19:30 Uhr

Theater am Rand, Zollbrücke 16, 16259 Oderaue,
Zollbrücke

Veranstalter bzw. Veranstaltungsort:
Theater am Rand

16259 Oderaue, Zollbrücke Nr.16

Tel.: 033457 / 665 21



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