Winterübung auf dem Straussee - 07.02.2026 | Fotogalerie
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Winterübung auf dem Straussee
Wasserwacht Strausberg
Straussee heute. Knapp über null Grad. Die Eisdecke taut an, Wasser schimmert darunter, leichter Nebel zieht über das Wasser und die Ufer. Für viele ein Grund, vorsichtig zu sein oder drinnen zu bleiben. Für die Wasserwacht Strausberg und die freiwilligen Feuerwehren der Umgebung war es die perfekte Gelegenheit für eine Live-Übung, die ernsthafter nicht sein könnte. Menschen retten, die eingebrochen sind. Auf dem Eis. Im eiskalten Wasser. Unter Bedingungen, die jeden Schritt, jeden Griff fordern.

Das Eis wirkt still, fast verführerisch, doch es ist unberechenbar. Kälte kriecht in die Finger, die Muskeln werden steif, der Nebel verschluckt Sicht und Abstand. Jeder Griff muss sitzen. Wer hier arbeitet, muss Kraft, Technik, Konzentration, Teamgeist und Respekt mitbringen – Respekt vor der Natur und Respekt vor der Verantwortung, die auf den Schultern liegt.

Heute hatten Feuerwehren die Chance, gemeinsam mit der Wasserwacht zu trainieren. Selten bietet sich diese Gelegenheit und daher waren Feuerwehren aus den umliegenden Orten mit einem großem Aufgebot vor Ort. Viele verrichten ehrenamtlich dieses Aufgabe. Stunden der Vorbereitung, schweres Gerät, Schlauchboote, Leitern, Gleittragen. Drei Eislöcher boten Raum für verschiedene Rettungstechniken. Jede Handgriff, jede Bewegung, jede Variante wurde ausprobiert, geübt, angepasst. Vom sicheren Zugang über Rettungsleinen bis zu Schlepp- und Grifftechniken.

Es war hart. Kalt. Anstrengend. Der Nebel verschluckte Geräusche, ließ das Wasser noch stiller, das Eis noch unberechenbarer wirken. Aber genau diese Bedingungen sind realistisch. Sie bereiten auf den Ernstfall vor. Sie zeigen, wie wichtig Teamgeist, Erfahrung und Training sind.

Und dennoch war es ein Tag voller Zusammenhalt, voller Menschlichkeit, voller Dankbarkeit. Zu sehen, wie Profis und Ehrenamtliche Seite an Seite arbeiten, aufeinander achten, sich gegenseitig stützen und aufeinander verlassen, war beeindruckend für mich. Wie viele freiwillig ihre Zeit und Energie einsetzen, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten, ist mehr als lobenswert.

DANKE an die Wasserwacht Strausberg und an alle beteiligten Feuerwehren. Ohne euren Einsatz, eure Erfahrung, euren Mut und eure Hingabe wären solche Übungen nicht möglich. Ihr zeigt, dass Vorbereitung, Mut, Teamgeist und Verantwortung lebensrettend sein können.

Heute auf dem Straussee war kein Spaß. Heute war harte, echte Arbeit. Eis, Wasser, Kälte, Nebel, Anstrengung, Konzentration, Technik und Menschlichkeit. Menschen, die freiwillig Verantwortung übernehmen. Dafür verdienen sie unseren Respekt, unsere Anerkennung und unseren Dank.

Mit dabei waren die Wasserwacht Strausberg, die Freiwilligen Feuerwehren Strausberg, Buckow, Waldsieversdorf, Petershagen/Eggersdorf und Hohenstein.

Wann: 07.02.2026

Straussee, Badstraße,
Strausberg



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