Wiedersehen nach 42 Jahren
mach-art-Projekt „Kino-Zeit“ präsentiert DDR-Fernsehfilm „Das Puppenheim in Pinnow“ aus dem Jahr 1984
Die Stammgäste der von der Hönower Gruppe mach art organisierten regelmäßigen Filmvorführungen im Johanniter-Haus der Generationen haben immer ein Mitspracherecht, welchen Film Raymund Stolze und Dr. Gabriele Stolze bei der nächsten Veranstaltung „Projekt Kino-Zeit“ präsentieren sollten. Nun stand der DDR-Fernsehfilm „Das Puppenheim von Pinnow“ auf dem Programm.
Bevor es mit dem inzwischen 42 Jahre alten Film losging, gab es eine Menge zu erzählen. Denn neben Raymund Stolze nahmen der bekannte Schauspieler Walter Plathe und die Neuenhagenerin Petra Urban Platz. Als Petra Fritzenwanker hatte sie damals eine der Hauptrollen in dem Film gespielt. Zu verdanken, dass sie eingeladen werden konnte, war es auch ihrer ehemaligen Lehrerin und Schulleiterin Renate Kastner. Natürlich gehört Renate Kaster seit Jahren zum Stammpublikum der Filmreihen und so gab es schon im Vorraum des Kinosaales lebhafte Gespräche und Wiedersehensfreude. Auch Walter Plathe war begeistert, seine Filmpartnerin nach 42 Jahren wieder zu treffen. Ganz nach Art des erfahrenen Urberliner Schauspielers wurde es eine muntere Unterhaltung, die viele Informationen neben dem Filmgeschehen zutage brachte. So erinnerte sich Petra Urban, die bestimmt viele Neuenhagener als Frisörin kannten, an die Ängste, die ihr damals das Vorsprechen bereitet hatte. „Aber beim Dreh war das Eis schnell gebrochen, da funktionierte das Zusammenspiel von Profis und Amateuren“, erinnerte sie sich. „Doch als ich in einer Szene verliebt gucken sollte, das war ne harte Nummer!“ Und als Plathe sich als Norbert nackt im Schrank verstecken sollte, da hatte auch der erfahrene Darsteller seine Probleme: „Ich hatte doch noch nie meinen nackten Hintern gesehen“, berlinerte er munter. Für ihn sei es eine echte Überraschung, dass der Film damals und bis heute so viel Beachtung gefunden habe.
Der Beifall für das gelungene Entree zum Kinoabend war herzlich. Und manch einer der Gäste dankte den Stolzes auch mit den Worten: „Wenn wir euch nicht hätten, dann sähe es in Hoppegarten kulturell recht traurig aus …“ Schließlich räumten die Gäste das Podium und der Film konnte starten:
Auf dem Weg ins Ferienlager verliebt sich die 16-jährige Steffi in Norbert, den sie schon lange von Besuchen beim Großvater in Pinnow kennt. Kurz entschlossen ändert sie ihre Zukunftspläne und beschließt, Melkerin zu werden, denn Norbert ist der frisch ernannte Lehrausbilder für Viehwirtschaft in Pinnow. Der Großvater, der sich zwar sehr über Steffis Besuch freut, kann seine Enkelin nicht von ihrem Entschluss abhalten. Der junge Norbert Stenzel wird von Walther Plathe gespielt, er ist Ausbildungsleiter für Viehwirtschaft in Pinnow. Da er selbst Lehrling in Pinnow war und unter den Lehrmethoden seines Vorgängers oft zu leiden hatte, möchte er seinem einstigen Ausbilder zeigen, dass die Lehrzeit auch Spaß machen kann. Norbert sieht die Lehrlinge als verantwortungsbewusste, erwachsene Menschen und versucht, sie mit mehr Freiheit und weniger Strenge für die harte Arbeit zu motivieren. Neben beruflichen Problemen schlagen sich die jungen Damen mit der ersten Liebe, Eifersucht und dem unvermeidlichen Liebeskummer herum. Eine seiner Lehrlinge ist die 16-jährige Steffi (Petra Fritzenwanker) die nur seinetwegen beschließt, Melkerin zu werden, und mit der Norbert eine Liebesbeziehung anfängt.
Als Laiendarsteller wirkten die Lehrlinge der Betriebsberufsschule des VEG (Z) Tierzucht Groß-Kreutz bei dem Film mit. Petra Fritzenwanker, die nach Probeaufnahmen unter vielen anderen Bewerberinnen für die Rolle der Steffi ausgewählt worden war, spielte in den folgenden Jahren in zwei weiteren TV-Produktionen mit.
Wann: 12.03.2026 - 19:00 Uhr
Haus der Generationen,
Hoppegarten
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