Miles & Maddox - 30.08.2026 | Fotogalerie
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Miles & Maddox
in der Schlosskirche
Bis zum letzten Platz besetzt

Mit heftigem Beifall und Bravorufen ist das Solokonzert von Miles (10) und Maddox (12) Marsollek am Sonntag in der Schlosskirche Altlandsberg zu Ende gegangen.


Altlandsberg. Schon eine Stunde vor Konzertbeginn versammelten sich die ersten Gäste vor den noch verschlossenen Türen. Ein Gang in die Galerie der Orangerie nebenan oder ein kleiner Spaziergang auf dem Schlossgut überbrückten die Zeit, doch die Schlange interessierter Besucher vor dem barocken Sakralbau wuchs. Bei freier Platzwahl war besser Anstehen angesagt. Später mussten sogar weitere Stühle aufgestellt werden, damit alle Besucher Platz finden konnten.

Was für ein Einstieg der beiden mit dem virtuosen Rondo aus der Haffner-Serenade von Wolfgang Amadeus Mozart! Weiter mit Mozart und Maddox solo am Klavier - einem von drei Solo-Stücken im Programm, die der 1. Preisträger im Landes-Wettbewerb "Jugend musiziert" in diesem Jahr erfolgreich auch beim Bundeswettbewerb in München gespielt hat.

Dann der 1. Satz aus dem 7. Violinkonzert von Beriot, ein Nocturne von Chopin, die Méditation aus der Oper Thais von Jules Massenet und vor der Pause noch der 3. Satz aus Mendelssohns Violinkonzert e-Moll. Letzteres wie andere orchestrale Stücke im Programm für Piano und Violine transscriptiert. Der Beifall wuchs von Stück zu Stück.

Das offensichtlich gewachsene Interesse des Publikums verwundert nicht unbedingt. Seit etwa einem Jahrzehnt sind die talentierten Geschwister hier auf der Bühne zu erleben, zunächst der kleine Maddox am großen Flügel, später auch Miles an der langsam mitwachsenden Geige. Mittwochs wird an diesem Ort zudem zusammen geübt. Inzwischen liefern die hochmusikalischen Brüder aus dem nahen Petershagen-Eggersdorf im Jahresrhythmus Zeugnis ab von ihren Fortschritten an Violine und Piano. So auch an diesem 30. August 2026.

Für viele waren denn auch die informierenden und teils humorvollen Ansagen durch die beiden Jungs inzwischen bekannt. Da hoffte Maddox, dass sich sein kleiner Bruder in der Pause hoffentlich erholt habe, weil er ihn am Piano jagen werde - beim "Perpetuum Mobile" von Franz Ries! Da zitierte der junge Nachwuchsgeiger Franz Schubert, dem beim Spielen seines Impromptu Es-Dur, Op. 90, Nr. 2 ein Fehler unterlief und er ausrief: Dann soll doch der Teufel dieses Stück spielen! Miles: "In diesem Falle mein Bruder ..." Ob Rumänische Volkstänze von Béla Bartók, feuriger Czardas von Montti oder Scéne de Ballet von Bériot – die zwei jungen Petershagener überzeugten das Publikum und wurden nicht ohne Zugaben entlassen.

Für diesen schönen musikalischen Vorabend gaben die begeisterten Zuhörer gern einen Obolus in das Kassenkästchen. Aber auch für die weitere Ausbildung von Miles und Maddox Marsollek, deren Hauptsponsor, Mäzen und Patenonkel unverhofft verstorben war.

Übrigens: Im Publikum verfolgte Miles" Lehrer Yoshiaki Shibata (Geiger und Dozent an der UdK Berlin) mit wachen Sinnen, kritischen Augen und Ohren das Geschehen auf der Bühne. Ob Spiel, Haltung oder Bühnenpräsenz – bei der nächsten Unterrichtsstunde wird daran angeknüpft werden.

Text: Gabriele Rataj

Maddox im Internet: www.maddox-marsollek.com
Miles im Internet www.miles-marsollek.com

Wann: 30.08.2026 - 16:00 Uhr

Schlossgut Altlandsberg, Schlosskirche, Krummenseestraße 1, Schlossterrasse,
Altlandsberg

Veranstalter bzw. Veranstaltungsort:
Schlossgut Altlandsberg

Krummenseestraße 1, 15345 Altlandsberg

Tel.: 033438 151150



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