Strausberg: Grundstein gelegt - 10.09.2026 | Fotogalerie
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Strausberg: Grundstein gelegt
Gymnasium II
Am Donnerstag, den 10. September 2026 wurde um 10:00 Uhr in der Strausberger Wriezener Straße 9 der Grundstein für das Gymnasium II feierlich gelegt. Der Landkreis Märkisch-Oderland baut ein zweites Gymnasium in Strausberg. Landrat Gernot Schmidt freute sich dass hier etwas vorangeht und die ersten Fortschritte auf der Baustelle zu erleben sind. Investitionen in die Schulen und die Jugend sind immer gut für die Zukunft. Schulleiter Wanzura zitierte Kennedy Auf Dauer ist keine Bildung teurer als Bildung.. Der Architekt lobte den Wettbewerb den der Landkreis für das neue Gymnasium auslobte. So können die Bauleute ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Über 300 Schüler des neuen Gymnasiums nutzen derzeit Schulräume im Campus Altlandsberg. Das Richtfest soll in etwa einem Jahr stattfinden.

Einen Vorstoß bezüglich der zukünftigen Namenswahl des Gymnasiums wagte der anwesende stellvertretende Vorsitzende des Kinder -und Elternbereites Märkisch-Oderland Robert Krause. Der gebürtige Strausberger ergriff die Gelegenheit und appellierte an Landrat Gernot Schmidt und seinen 1. Beigeordneten Friedemann Hanke, doch die zukünftigen Nutzer, also die Schülerinnen und Schüler den Namen Ihrer neuen Bildungsheimat auswählen zu lassen. Und Robert Krause war nicht mit leeren Hülsen erschienen, sondern brachte als potenzielle Namensgeber gleich 2 Strausberger Persönlichkeiten aufs Tableau. Beispielsweise einen der ersten Geschichtsschreiber Brandenburgs und lutherischen Theologen Andreas Engel. Andreas Engel, genannt Angelus, erblickte am 16. November 1561 in Strausberg als Sohn von Gregorius Engel das Licht der Welt. Sein Großvater war der Ratsherr Martin Engel, einer der wohlhabenden Bürger der Stadt.

Gerd-Ullrich Hermann, der selbst erst vor einigen Wochen für sein herausragendes Engagement in der Stadtgeschichte mit der Eintragung in das Ehrenbuch der Stadt Strausberg bedacht wurde und Vorsitzender des Akanthus e.V., der hiesigen Adresse für Stadt- und Regionalgeschichte, hatte den aktuellen Bürgermeisterkandidaten Strausberg"s im Rahmen eines Winter-Rundganges durch das Stadtmuseums auf Andreas Engel angesprochen. Laut dem Historiker Hermann war Andreas Engel nicht nur einer der wichtigsten Bürger der jungen Stadt Strausberg, sondern selbst auch Lehrer, Rektor und verstarb mit lediglich 37 Lebensjahren am 9. August 1598 in seiner Heimatstadt an der Pest. Sein Gedenkstein befindet sich noch heute in der Altstadt-Kirche St. Marien, rechts hinter dem Altar, angelehnt an der Ostwand.

Als weiterer potenzielle Namensgeber sollte man aber auch über denkwürdige Persönlichkeiten wie den Strausberger Kosmonauten Sigmund Werner Paul Jähn oder den Bad Freienwalder Dr. Hans Keilson nachdenken. Der gebürtige Bad Freienwalder und deutsche Schriftsteller, Arzt und Psychoanalytiker hätte zwar im Gegensatz zu Sigmund Jähn keine direkte Verbindung zu Strausberg, doch im Fall des Strausberger Ehrenbürgers genieße der Wunsch der Familie oberste Priorität. Nur mit nach deren Zustimmung wäre es legitim das neue Gymnasium nach Strausberg"s Ehrenbürger zu benennen.

Textquelle: Stephan Rätzel

Wann: 10.09.2026 - 10:00 Uhr

Gymnasium II, Wriezener Straße 9,
Strausberg



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