
Orestie: Eine Familie vor Gericht / Frankfurter Premiere bei den Kleist-Festtagen
Ein Mord verlangt nach Vergeltung, die Vergeltung nach dem nächsten Mord. Doch wann wird aus Rache Gerechtigkeit oder sogar Recht? „Orestie“ erzählt von einer Familie in einer Spirale der Gewalt - ein antiker Stoff, der beklemmend gegenwärtig wirkt. Am 9. Oktober findet die Frankfurter Premiere der Koproduktion mit dem Theater Vorpommern im Rahmen der Kleist-Festtage im Theaterhaus Kleist Forum in Frankfurt (Oder) statt.
In seiner Fassung lässt Robert Icke den schwer traumatisierten Orest in einem Gerichtsprozess rekonstruieren, wie es zu der Ermordung seiner Schwester, seiner Mutter und ihres Geliebten kam: Am Anfang steht eine scheinbar intakte Familie. Doch ein Fluch lastet auf ihr. So opfert Agamemnon seine Tochter Iphigenie, um den Krieg zu gewinnen. Klytämnestra rächt ihr Kind und tötet ihren Mann. Von Elektra angetrieben, erschlägt Orest daraufhin seine Mutter und deren Geliebten. Erst Pallas Athene durchbricht den Kreislauf der Gewalt.
Doch wo hat sie angefangen, die Gewalt? Kann Recht die Logik der Rache überwinden – und wer fällt am Ende das Urteil?
„Orestie“ ist ein politisch brisantes, fesselndes Familiendrama. Mit der international gefeierten Schauspielerin Judith Rosmair als Klytämnestra.
FR / 9.10. / 19:30 / Kleist Forum / Hinterbühne (Stückeinführung: 19:00 Uhr)
Orestie
Von Aischylos in einer Neufassung von Robert Icke
Deutsch von Ulrike Syha
Inszenierung: Torsten Fischer
Bühne: Herbert Schäfer
Kostüme: Vasilis Triantafillopoulos
Dramaturgie: Nadja Hess
Mit: Hannes Rittig, Judith Rosmair, Jakob Schleert, Paula Dieckmann, Annika Gräslund, Gabriele Völsch, Markus Voigt, Jan Bernhardt, Christiane Schoon
Theater Vorpommern in Koproduktion mit dem Kleist Forum Frankfurt (Oder)
Tickets: 25,- / 12,50 €
Familienticket: 62,50 €
Tickets unter www.kleistforum.de.
Tickets unter www.kleistforum.de