Straßenbahndepot eingeweiht - 04.09.2009 | Fotogalerie
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Straßenbahndepot eingeweiht
umfangreiche Modernisierungen abgeschlossen
Nachdem in den vergangenen Tagen die umfangreiche Modernisierung des denkmalgeschützten Straßenbahn-Depots in der Walkmühlenstraße beendet wurde, lud die Strausberger Eisenbahn GmbH am 04. September 2009 zur feierlichen Einweihung ein.

Neben den Vertretern der beteiligten Baufirmen und Planungsbüros konnte der Geschäftsführer der Strausberger Eisenbahn GmbH, Andreas Gagel, auch den Landrat Gernot Schmidt und die Kämmerin der Stadt Strausberg, Elke Stadeler, begrüßen. Sowohl der Landkreis Märkisch-Oderland als auch die Stadt Strausberg beteiligten sich mit jeweils 1/3 der Baukosten an der Finanzierung der Umbaumaßnahme.

Andreas Gagel bedankte sich für diese Unterstützung. Gleichzeitig würdigte er die gute Zusammenarbeit zwischen den Baufirmen und den Mitarbeitern der Strausberger Eisenbahn GmbH unter Federführung des Strausberger Ingenieurbaubüros IBB Trenczek und des Architekten Peter Bruna. Im Ergebnis des gutes Zusammenspiel aller Beteiligten steht den Werkstattmitarbeitern nun eine Arbeitsstätte zur Verfügung, die einerseits allen Anforderungen an eine moderne Instandhaltung gerecht wird, andererseits erheblich verbesserte Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter bietet. Der Werkstattleiter, Maik Schubert, führte die Gäste dann auch durch die neu gestalteten Hallen und erläuterte die Verbesserungen.

Am kommenden Wochenende steht das Depot dann den Strausbergern und allen weiteren interessierten Besuchern zur Verfügung. Zunächst wird am Vorabend des Tages des offenen Denkmals (12.09.09) das Depot um 19.00 Uhr geöffnet. Neben einer Führung durch das Gebäude wird auch der letzte Abschnitt der Ausstellungstafeln zur Geschichte der Strausberger Eisenbahn eingeweiht. Um 20.00 Uhr gibt es dann eine besondere Premiere, denn erstmalig wird ein Kinofilm im Depot gezeigt (Marley & ich, USA 2008, mit Jennifer Aniston u.a.). Auch am eigentlichen Tag des offenen Denkmals (13.09.2009) ist das Depot von 10.00 - 18.00 für die Allgemeinheit geöffnet.
Mehr Informationen unter: http://www.strausberger-eisenbahn.de...
Die Einweihung war uns Anlaß, in unserem Fotoarchiv nachzusehen, wie es vorher aussah. Hier einige Eindrücke aus dem Depot vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten:
Modernisierung des Straßenbahn-Depots 2004 – 2009

Mit der Inbetriebnahme des neuen Dacharbeitsstandes am 24. August 2009 sind die Arbeiten zur Modernisierung des Straßenbahn-Betriebshofes nach mehrjähriger Bauzeit abgeschlossen.

Nachdem viele Jahre über einen Neubau des Straßenbahn-Betriebshofes an dem Ersatzstandort Garzauer Straße diskutiert wurde, fiel 2003 die Entscheidung zugunsten der Modernisierung des bereits vorhandenen Depots in der Walkmühlenstraße. Diese Variante erwies sich gegenüber dem Neubau als die erheblich kostengünstigere Variante. Zudem hat ein Betriebshofstandort am Streckenende große Vorteile für die betrieblichen Abläufe.

Zunächst wurde im Jahr 2004, gerade noch rechtzeitig vor Auslaufen der Ausnahme-genehmigung der Berufsgenossenschaft, die erforderliche Verbreiterung der Halleneinfahrt vorgenommen. Zugleich wurden die verschlissenen Hallentore durch neue, elektrisch betätigte Tore ersetzt.

Im Jahr 2005 begann dann das eigentliche Vorhaben „Modernisierung Straßenbahndepot“, das durch Mittel der Stadt Strausberg, des Landkreises Märkisch-Oderland und Eigenmittel der Strausberger Eisenbahn GmbH unterstützt wurde.

Insgesamt wurden im Bauzeitraum 2005 bis 2009 2.295 T€ investiert, davon wurden 799 T€ durch den Landkreis Märkisch-Oderland zur Verfügung gestellt. Die Stadt Strausberg unterstützte das Vorhaben mit insgesamt 715 T€. Der übrige Anteil in Höhe von 781 T€ wurde durch die Strausberger Eisenbahn GmbH getragen.

Die Sicherstellung der Finanzierung war ein Grund dafür, dass die Realisierung des Vorhabens über mehrere Jahre gestreckt wurde. Ein anderer wichtiger Grund war die Aufrechterhaltung aller Funktionen des Depots auch während der Bauzeit. Die Wartung und Reparatur der Straßenbahnen musste auch während der Umbauphase jederzeit gewährleistet sein. Eine Vorgabe die im vorbildlichen Zusammenspiel der ausführenden Baufirmen und dem Werkstattpersonal der Strausberger Eisenbahn GmbH umgesetzt wurde.

In den einzelnen Bauabschnitten erfolgte zunächst die Substanzsicherung des Gebäudes. Neben der Dach- und Fassadenerneuerung wurde auch ein früher bereits vorhandenes Lichtband eingebaut. Die Innenräume des Depots werden seitdem wieder mit Tageslicht ausgeleuchtet. Eine Maßnahme die sich vor allem auf die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter positiv auswirkt. Aber auch die Sozialräume wurden erneuert und den heutigen Standards angepasst.

Aus betrieblicher Sicht von Bedeutung, ist die Verbesserung der Bedingungen für die Instandhaltung. Während früher relativ kurze Fahrzeuge mit wenig Elektronik zum Einsatz kamen, so haben sich mit der Weiterentwicklung des Fuhrparks auch die Rahmen-bedingungen für die Instandhaltung verändert. Die 31,5 m langen Tatra-Bahnen besitzen inzwischen viel Elektronik, die sowohl unter dem Wagenkasten, verstärkt aber auch auf dem Fahrzeugdach installiert ist. Um diesen Veränderungen Rechnung zu tragen, wurde die Hallenanordnung verändert. So ist durch das Versetzen einer Hallenwand gewährleistet, dass zukünftig ein Tatra-Fahrzeug in dem beheizten Hallenbereich Platz findet. Zudem wurde für die verstärkt anfallenden Arbeiten auf dem Dach ein Dacharbeitsstand errichtet.

Weitere Schwerpunktmaßnahmen waren die Errichtung einer modernen Seitenarbeitsgrube, die Herrichtung eines zentralen Lagers sowie die Lieferung und Montage einer leistungsfähigen Krananlage.

Den Bedingungen des Arbeitsschutzes wurde auch dadurch Rechnung getragen, dass nicht mehr benötigte Arbeitsgruben geschlossen und alle Werkstattgleise mit einer Fahrleitung versehen wurden.

Mit Fertigstellung der Arbeiten sind somit sowohl die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter erheblich verbessert worden, aber auch die Arbeitsabläufe für die Instandhaltung der Tatra-Straßenbahnen konnten optimiert werden.

Nach Abschluss aller Arbeiten präsentiert sich das 1920/21 errichtete Depot nun in neuem Glanz. Am reibungslosen Gelingen des Vorhabens hatten das Strausberger Planungsbüro IBB Trenczek und der Architekt Peter Bruna einen großen Anteil. Als Auftragnehmer waren fast ausschließlich Unternehmen aus der Region tätig. Auch die Belange des Denkmal-schutzes wurden angemessen berücksichtigt.

Wann: 04.09.2009 - 13:00 Uhr

Strausberger Eisenbahn, Lustgarten,
Strausberg

Veranstalter bzw. Veranstaltungsort:
Strausberger Eisenbahn GmbH

Kastanienallee 38, 15344 Strausberg

Tel.: 03341 / 345 380



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