Autotest: Volkswagen ID.3 - 12.04.2022 | Fotogalerie
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Autotest: Volkswagen ID.3
Die Zukunft hat schon begonnen
Jules Verne wäre, wenn er noch leben würde, begeistert. Der französische Schriftsteller (1828- 1905), der als Begründer der Science-Fiction-Literatur gilt, wurde eigentlich mehr durch seine fantasievollen Luftfahrzeuge oder Unterwasserboote bekannt. Aber ein Fahrzeug wie der Volkswagen ID.3 hätte auch in seine Welt gepasst. Das Auto fährt, um es gleich vorwegzunehmen, vollelektrisch.

Was dem Volkswagen ID.3 als eine positive Eigenschaft anzuerkennen ist, sein Design ist längst nicht so futuristisch und extravagant wie man es von den Elektroautos inzwischen fast schon gewöhnt ist. Er sieht eher wie ein normaler Golf aus. Und warum sollte der Wolfsburger Konzern das auch großartig ändern? Der Golf ist und bleibt nun mal ein Erfolgsmodell - seit Jahrzehnten. Aber die Betonung liegt auf „fast“, denn ID.3 steht für die Abkürzung: Intelligentes Design und ist somit dann doch wieder ein Auto für die Zukunft.

Auffällig im Outfit sind die Front-LED-Matrix-Scheinwerfer, das neu gestaltete Volkswagen Logo und die zusätzliche Lichtlinie, die von beiden Seiten zum Logo hinläuft. Auch im Heck dominieren großzügig gestaltete Leuchten. Neues Logo von VW? Wer genau hinsieht, wird erkennen, dass das „W“ nicht mehr bis auf den Ring reicht.

Einiges haben sich die Ingenieure und Designer von Volkswagen für das Interieur einfallen lassen. Unser Testwagen verfügte über den so genannten schlüssellosen Einstieg. Das Fahrzeugsystem erkennt den Fahrer, sobald er sich mit dem Fahrzeugschlüssel (optionales Schließ- und Startsystem „Keyless Access“) nähert. Das haben inzwischen viele Anbieter, jedoch beim ID.3 erklingt nach dem Öffnen, übrigens auch beim Verlassen, ein Signalton, ein besonderes Lichtzeichen oder das Radio geht automatisch an bzw. aus.

Schnell hat sich der Fahrer an seinem „Arbeitsplatz“ zurechtgefunden, denn alles ist sehr übersichtlich angeordnet. Es gibt keinen Schnickschnack, alles ist sehr funktional gehalten und alle Anzeigen sind in digitaler Form gestaltet. In der Mitte des Cockpits steht das aufgesetzte Infotainment-Display. Es gibt allerdings auch keine Schalter oder Taster, wie man sie im klassischen Sinne kennt. Mit Berührung auf „Plus“ oder „Minus“ können Heizung, Klima oder auch die Musikanlage gesteuert werden. Schwierig ist die Bedienung jedoch bei einer Nachtfahrt, denn hier fehlt die Beleuchtung.

Völlig neu gestaltet, und das wird wohl auch die Zukunft sein, ist das Display, das u. a. die Geschwindigkeit anzeigt. Unser Testwagen hatte zusätzlich ein Head-up-Display, bei dem die Fahrinformationen von innen auf die Frontscheibe projiziert werden. Aber dann fällt etwas auf, und das wirklich sehr ungewohnt, denn die Mittelkonsole wirkt leer. Es gibt keinen Schaltknauf (das Fahrzeug gilt als so genanntes Ein-Gang-Automobil) und die rechte Hand des erfahrenen Autofahrers ist ständig auf der Suche nach einer Beschäftigung. Dafür gibt es ungewohnt viele Ablagemöglichkeiten und jede Mange Platz für Fahrer und Beifahrer. Um den Fahrmodus zu wählen, findet man am Lenkrad einen Schalthebel (Drehschalter) für D=Vorwärts, R=Rückwärts, B=Vorwärts mit Rekuperation (Rückgewinnung von Energie), N=Leerlauf, P=Parken. Mit der Stellung „P“ wird die Feststellbremse aktiviert. Das großzügige Platzangebot bietet sich im Übrigen auch auf der Rücksitzbank. Wie bei Elektroautos üblich, entfällt auch beim ID.3 der so genannte Kardantunnel und somit haben drei Personen auch angemessene Beinfreiheit. Angenehme Sitze und ein Panoramadach, inklusive Sonnenschutzrollo, gehörten zu unserem Fahrzeug und sicherten sehr guten Fahrkomfort und Limousinencharakter.

Wer Besitzer eines I-Phone-Telefons ist, kennt das: „Hey Siri“. Den VW spricht man mit Hallo ID an und tatsächlich kann der Dialog beginnen. „Wie kann ich helfen?“, fragt eine sanfte Frauenstimme und auch auf dem Display erscheint das Angebot: „Was möchten sie gern tun?“. Nahezu jeder Wunsch kann per Sprachsteuerung erfüllt werden. Heizung oder Klimaanlage an bzw. aus oder die Routenplanung – die im Übrigen tadellos funktioniert – können akustisch bedient werden. Das ist großartig und sehr präzise und ein Gag dabei ist, der Beifahrer kann ebenfalls mitreden. Die Heizung zum Beispiel spricht sofort an – was Frostbeulen begeistern wird. Sprachgesteuert lassen sich die nächstgelegenen Ladesäulen suchen und finden. Eine Liste wird in wenigen Sekunden auf dem Display angezeigt.

Der Kofferraum ist mit doppeltem Ladeboden ausgelegt. Er bietet ein Volumen von etwa 380 Litern und kann nach Umklappen der Rücksitzbank bis auf 1267 Liter wachsen.

Ein großer Unterschied zu den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren ist der Geräuschpegel im und um das Fahrzeug herum. Wie auf Samtpfötchen schleicht sich der ID.3 davon und selbst wenn das Maximum an Geschwindigkeit von knapp 160 km/h erreicht ist. Im Fahrzeug werden nur noch Windgeräusche wahrgenommen. Den ID.3 gibt es in verschiedenen Varianten. Der ID.3 Pro Performance ermöglicht eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,3 Sekunden. Mit dem ID.3 Pro S werden in 7,9 Sekunden die 100 erreicht. Das macht Spaß und selbst das Überholen auf der Landstraße ist fast schon ein Genuss. Der VW spricht sofort an. Also kein extra Herunterschalten in einen niedrigen Gang oder auf anliegende Drehzahlen achten, um schließlich den sicheren Sprint zu ermöglichen.
Die Varianten unterscheiden sich zudem durch jeweilige Batteriegrößen, die unterschiedliche Reichweiten ermöglichen: Der Pro mit 58 kWh ermöglicht 383 bis 420 Kilometer, der Pro S mit 77 kWh sichert 514 bis 553 Kilometer.

Für den ID.3 bietet Volkswagen derzeit fünf moderne Außenlackierungen und ein optionales Exterieur Style Paket. Interessant sind zudem die drei optionalen Interieur Pakete. Wählen darf der Kunde unter sechs verschiedenen Felgen.

Ein kleiner Spaß noch am Rande. Wenn sie die Möglichkeit für eine Probefahrt beim VW-Autohaus Dahlmann e. K. (Strausberg, Hohensteiner Chaussee 1) haben, dann fragen Sie den ID.3 mit „Hallo ID, erzähl mit einen Witz!“ Sie werden staunen, das kann er auch!

Nach NEFZ Standard
Strom / Kraftstoffverbrauch kombiniert 14,0 - 13,7 kWh/100 km
CO₂-Emission kombiniert 0 g/km
Effizienzklasse A+++

Nach WLTP Standard
Strom / Kraftstoffverbrauch kombiniert 16,9 - 15,4 kWh/100 km
CO₂-Emission kombiniert 0 g/km

Ein Service von www.reisereste.de . und www.strausberg-live.de
Mehr Informationen unter: http://www.autohaus-dahlmann.de...

Wann: 12.04.2022
Autohaus Dahlmann, Hohensteiner Chaussee,
Strausberg

Veranstalter: Autohaus Dahlmann
Hohensteiner Chaussee, 15344 Strausberg
Tel.: 03341 / 30 78 - 0
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