Eines Morgens ist alles fort
Joachim Ringelnatz in Sommerfeld. Lesung mit Roland Lampe
Im Juni 1934 wurde der Dichter und Maler Joachim Ringelnatz (1883-1934) ins Waldhaus Charlottenburg eingeliefert, einer Tbc-Klinik der Stadt Berlin in Sommerfeld bei Kremmen im Havelland. Hier, in der Klinik, führte er ein Tagebuch und arbeitete an einem Roman, dessen Fragment später unter dem Titel „Der letzte Roman“ erschien. Vergeblich hoffte er, wieder gesund zu werden.
In seinem neuen Buch „Eines Morgens ist alles fort. Joachim Ringelnatz in Sommerfeld“ erzählt der Berliner Autor Roland Lampe (Findling Verlag) von diesen letzten berührenden Monaten im Leben des Dichters, von dem wir sonst nur die heitere Seite kennen.
Eine besondere Beziehung verband Ringelnatz mit Fallada, der damals, Anfang der 1930er-Jahre, im Rowohlt Verlag als Leiter der Anzeigenabteilung tätig war und in seiner freien Zeit den Roman „Bauern, Bomben und Bonzen“ schrieb, mit dem er als Schriftsteller bekannt werden sollte. Bald darauf folgte „Kleiner Mann – was nun?“, der Welterfolg schon in Neuenhagen. Die Bücher von Ringelnatz erschienen seit den 1920er-Jahren bei Rowohlt. Hier im Verlag begegneten sie sich, und beide waren mit Ernst Rowohlt, dem umtriebigen Verleger, befreundet.
Erschienen im Findling Verlag 2025.
Eintritt 10,00 €
Infos: 03342/1578821
Quelle: Stefanie Reich
Wann: 05.02.2026 - 18:00 Uhr
Wo: Neuenhagen, Anna-Ditzen-Bibliothek
Veranstalter bzw. Veranstaltungsort: