12. Brandenburger Fußsymposium - 21.02.2026 | Fotogalerie
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12. Brandenburger Fußsymposium
Weiterbildung für medizinische Fachkräfte
Am 21.02.2026 fand zum 12. Mal das Brandenburger Fußsymposium unter Leitung der Strausberger Diabetologin i.R.Frau Oberärztin Dr. med. Cristine Pietsch (Krankenhaus Märkisch-Oderland) und der niedergelassenen Diabetologin Frau Dr. med. Anke Ribbeck (Diabetische Schwerpunktpraxis Hennigsdorf und Oranienburg) und im Vorstand der Brandenburger Diabetesgesellschaft im Strausberger Tagungszentrum Am Fischerkietz statt. Das ist eine Veranstaltung, bei der sich fußbegeisterte Ärzte, Wundexperten, Podologen, orthopädische Schuhmacher und Schuhtechniker die sich um die Fußerkrankungen bei Diabetikern kümmern das so genannte diabetische Fußsyndrom treffen.

> Beim diesjährige Schwerpunkt ging es rund um den Diabetischen Fuß. Zu Wort kamen alle Fachgebiete rund um den diabetischen Fuß. Immer noch werden zu viele diabetische Füße oder Zehen amputiert, aber das stetige Bemühen der Experten zeichnet sich durch den Rückgang der großen Amputationen ab. Die Experten berichteten in ihren Vorträgen und diskutierten mit den Teilnehmern über verschiedenste Versorgungsthemen des diabetischen Fußes insbesondere die Wichtigkeit der rechtzeitigen Vorstellung beim Experten. Es wurde die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der Hausärzte , der Diabetolgen und der Krankenhäuser in diesem Zusammenhang ausdrücklich betont.

> Die 70 Teilnehmer hörten von den wichtigen anatomischen Aspekten bei der Behandlung des Diabetischen Fußes ,der durch die Diabeteserkrankung so manche beachtenswerte Veränderung aufweisst . Dazu referierte Prof.Dr.Filler aus Düsseldorf , der auf allen nationalen und internationalen Symposien zu diesem Thema als Experte gilt.

Es wurden aber auch die Schwierigkeiten der behandelnden Ärzte bei der modernen Wundversorgung besprochen ,weil Regressansprüche der Krankenkassen zu einer schwierigen Versorgung führen. Dagegen wollen aber die Brandenburger Diabetologen gemeinsam kämpfen! Eine Vertreterin der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburgs (Apothekerin) brachte durch ihren kompetenten Vortrag für manches Problem schon eine Lösung.

Der Chefarzt des König Elisabeth Krankenhauses in Berlin Lichtenberg Dr.med. Jan Theil erörterte sehr interessante neue Aspekte bei der Behandlung von Patienten mit austherapierten Durchblutungsstörung, so dass die Amputation doch vielleicht nicht erfolgen muss. Wann ist was diagnostisch notwendig und was geht therapeutisch, wenn es mal kritisch wird…. welch hoffnungsvoller Ansatz!

Die schwerwiegendste Komplikation des diabetischen Fußes ist der Charcotfuß. Welche operativen Möglichkeiten dabei heute in Zentren möglich sind wurde von einer der führendsten Fußspezialisten Deutschlands und sie ist auch in der europäischen „Arbeitsgemeinschaft Diabetischer Fuß“ aktiv…. Frau Dr.med.Claudia Fischer aus Rheine vorgestellt und auch die lokalen Chirurgen auf diesem Gebiert waren sehr beeindruckt.

Die spezielle Druckentlastung bei der Schuhversorgung ist ein wesentlicher Pfeiler der Behandlung des DFS und welche verantwortliche Arbeit die Orthopädie - Schuhmachermeister täglich machen und wie sich auch hier die Technik und die Erfahrung weiterentwickeln wurde durch den Orthopädie-Schuhmachermeister Herrn Marcel Belling

Vorgestellt. Durch dieses interdisziplinäre Forum konnten die Experten aus den umliegenden Diabetespraxen und Diabeteskrankenhäusern ,aber auch Hausärzte, Podologen und Wundexperten neue Impulse und eine sehr kollegiale Diskussion der einzelnen Themen erleben. Die Veranstalter bedankten sich für die rege Teilnahme und wollen auch weiterhin die Kooperation mit allen Partnern vor Ort,aber auch in Berlin und zum Beispiel Potsdam noch intensivieren . Dies soll die Betreuung der Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom regional und überregional verbessern und ist in der heutigen Zeit vorbildlich.
Mehr Informationen unter: http://www.khmol.de...
Begrüßung durch Dr. med. Cristine Pietsch und Dr. med. Anke Ribbeck

Professor Dr. med. Timm Filler
(Leiter der Sektion Klinische Anatomie und Stellvertretender Leiter des Instituts für Anatomie des Universitätsklinikums Düsseldorf an der Heinrich-Heine-Universität)
Anatomisches Warm-up Fuß

Apothekerin K. Schramm
(Beratende Apothekterin der KVBB)
Verordnung, Prüfverfahren von Verbandstoffen. Wir müssen REDEN!

Dr. med. Jan Theil
(Chefarzt der Klinik für Angiologie / Diabetologie / Kardiologie des Königin Elisabeth Krankenhaus Berlin)
No option pAVK ... Was geht, wenn nichts mehr geht?

Dr. med. Claudia Fischer
(Fachärztin für Chirurgie und Angiologie, Matthias-Spital Rheine)
Wann sind Operationen am Charcotfuß indiziert? ...perspektivisch Amputationen vermeiden

Marcel Belling
(Orthopädieschuhmachermeister / Fachbereichsleiter Orthopädieschuhtechnik OTB)
Wieviel ist genug? - Sohlenversteifung im Schuh bei DFS



Bei 7 Millionen Diabetikern in Deutschland und einer Neuerkrankungsrate von 270.000 Patienten pro Jahr ist es von erheblicher Bedeutung, da das Diabetische Fußsyndrom ca. eine Million Menschen in Deutschland betrifft. Bei bundesweit 30.000 bis 40.000 Amputationen an den Beinen pro Jahr wird sichtbar, dass unsere vorbeugenden und therapeutischen Maßnahmen noch nicht so greifen, wie wir es uns wünschen. Vielfach kommen die Patienten zu spät zum Arzt, denn bereits kleine Verletzungen können innerhalb kurzer Zeit zur Amputation führen. Durch die Verzuckerung der Gefäße und Nerven spüren die Patienten keinen Schmerz.

Aufgrund dieser schwierigen Bedingungen müssen alle Berufsgruppen, die mit Diabetikern zu tun haben, geschult und auf die Gefahr hingewiesen werden. Dabei sind die Hausärzte und Diabetolgen die "Lotsen" bei der Behandlung, denn sie sehen den Patienten zuerst und müssen ihn gleich in einer spezialisierte Einrichtung vorstellen. Das Brandenburger Fußsymposium am 02. April 2016 in Strausberg hat dazu neue Wege eröffnet und soll das schon gut funktionierende Netzwerk in unserer Region auch auf andere Regionen ausweiten.

Zusammenarbeit und Vernetzung der einzelnen Berufsgruppen (Diabetologen, Chirurgen, Radiologen, Gefäßmediziner, Podologen Orthopädieschumacher und -techniker und natürlich auch die Wundmanager und Sozialstationen) sind unbedingt erforderlich, um diesem Krankheitsbild den Schrecken zu nehmen.

Das Zusammentreffen der Experten des Landes Brandenburg und Berlins in Strausberg ist ein Erfahrungsaustausch. Sie folgten der Einladung des Diabetesteams unseres Krankenhauses MOL unter Leitung der Oberärztin der Inneren Klinik, Dr. med. Cristine Pietsch. Sie hat es in den letzten Jahren geschafft ein sehr gut funktionierendes Netzwerk zur Behandlung der diabetischen Füße zu schaffen und will ihre kompetenten Erfahrungen mit den anderen Experten teilen.

Nur durch das intensive Zusammenarbeiten aller Fachrichtungen gelingt eine bestmögliche Versorgung und die Vermeidung der Amputation - das ist das Ziel aller an dieser Veranstaltung Beteiligter.

Auch im nächsten Jahr ist dieses Symposium für den 28.02.2026 geplant.

Wann: 21.02.2026 - 09:30 Uhr

Krankenhaus Märkisch-Oderland, Prötzeler Chaussee 5,
Strausberg

Veranstalter bzw. Veranstaltungsort:
Krankenhaus Märkisch-Oderland GmbH

Prötzeler Chaussee 5, 15344 Strausberg

Tel.: 03341 / 521 50



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