Geschichten von Damals

Damals war's
Lesen Sie interessante Geschichten und spannende Sagen, wie sie über Strausberg erzählt wurden. Herausgekramt und nacherzählt aus den Archiven des Heimatmuseums Strausberg.

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Brandenburgischer Städtetag


Als der Brandenburgische Städtetag am 12. Juni des Jahres 1928 in Strausberg abgehalten wurde, erinnerte der damalige Bürgermeister Herr Wartze an Folgendes:

Die Stadt habe sich bemüht, aus den kritischen Worten, die Friedrich der Große einmal über Strausberg verlauten ließ, zu lernen. Damals, als seine Kutsche über die ungepflasterten Straßen fuhr, brach ein Rad ab und er mußte in einem Haus mit defekten Rauchabzug übernachten.

Das war etwas zu viel für seine Majestät und er sagte zum General von Pfuel: `Wenn Er einmal nach Strausberg kommt, so sage Er dem Bürgermeister, ich hätte doch nicht gedacht, dass ich in meinem Land ein so verfluchtes Drecknest habe!`

Die Zeiten hätten sich geändert, so Bürgermeister Wartze. Wenn der König heute mit einen Kraftwagen durch Strausberg fahren würde, hätte er sicher einen besseren Eindruck. Doch es wäre angebracht, sich von Zeit zu Zeit an seine Worte zu erinnern und sich Mühe zu geben, sie nicht wieder zu verdienen ...

Und wenn der Winter die Straßen aus seiner eisigen Umklammerung entlässt, was kommt dann zum Vorschein ...? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt und sich die Zunge darüber verrenkt.

Entnommen aus dem Oberbarinmer Kalender 1929

Vielen Dank an Frau Karlson vom Heimatmuseum, mit deren Hilfe die Veröffentlichung möglich wurde.
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