Geschichten von Damals

Damals war's
Lesen Sie interessante Geschichten und spannende Sagen, wie sie über Strausberg erzählt wurden. Herausgekramt und nacherzählt aus den Archiven des Heimatmuseums Strausberg.

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Der Pulverturm


Bis in das 20. Jahrhundert dienten Pulvertürme zur Aufbewahrung von Schießpulver für militärische oder Bergbauzwecke. Wegen der großen Explosionsgefahr, wie beim `Delfter Donnerschlag`, fürchteten sich die Anwohner vor diesen Bauwerken.

Es geschah am 12. Oktober 1654 um etwa 10:15 Uhr, als im Nordosten der niederländischen Innenstadt von Delft ein Lager mit Schwarzpulver explodierte. Der Knall soll noch auf der 150 Kilometer entfernten Insel Texel zu hören gewesen sein. Hunderte Menschen kamen dabei ums Leben, Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht.

Auch Strausberg hatte einen Pulverturm, ehemaliges Wahrzeichen der Stadt. Erbaut wurde er schon im 13. Jahrhundert als Torturm, integriert in die Stadtmauer am Landsberger Tor. Es war das südliche der drei Tore und der Stadtausgang Richtung Altlandsberg. Vor und nach 1800 diente der Turm als Pulvermagazin für die Strausberger Garnison.

Leider wurde er bei den Kriegswirren im Jahre 1945 stark beschädigt. Aus Sicherheitsgründen
entschloss man sich, ihn 1950 abzureißen. Geblieben ist nur der Mauerabschnitt der alten
Stadtbefestigung am Landsberger Tor. Wer den Torbogen des Gebäudes der Sparkasse Richtung See durchquert, kann sich die Reste anschauen.

Fotoerklärung: Pulverturm - Alte Postkarte
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